30.06.2016, 13:02 Uhr

Überlappungszonen am Schafberg: An Grenzen wird gearbeitet

Ab 5. September gilt in Währing und in ganz Hernals das Parkpickerl. Die Beantragung ist bereits möglich. (Foto: Edler)

Schon bald nach der Einführung des Parkpickerls sollen die Überlappungszonen am Schafberg erweitert werden.

HERNALS/WÄHRING. Am 5. September ist es soweit: In Währing wird das Parkpickerl eingeführt. Mit der Parkraumbewirtschaftung im Nachbarbezirk werden auch in Hernals die letzten Lücken geschlossen und auch am Schafberg müssen die Bewohner ab Herbst für das Parken zahlen.

Kritik wurde in diesem Zusammenhang vor allem mit der Grenzziehung bei den Überlappungszonen laut: Die Bewohner des Schafbergs, die im 17. Bezirk wohnen, aber oft im 18. parken, hätten dann nicht mehr die Möglichkeit, dies zu tun. "Das waren nicht nur einzelne Beschwerden, das haben uns mehrere Anrainer sehr plausibel gemacht", sagt die Hernalser Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer (SPÖ). Deshalb möchte sie gemeinsam mit ihrer Währinger Amtskollegin Silvia Nossek (Grüne) auch noch nachbessern. "Wir werden nicht, wie ursprünglich angedacht, erst nach einigen Monaten evaluieren und überarbeiten", sagt sie, "sondern jetzt verhandeln und die neuen Grenzen noch vor dem Winter einführen." Pfeffer glaubt, dass man sich insbesondere den Bereich zwischen Schöffelgasse und Ruhrhofergasse ansehen müsse. Im Allgemeinen gehe es darum, dass die Hernalser weiter als bei der derzeitig vorgesehen Variante nach Währing hinein parken dürfen.


"Diese Diskussionen dauern eben"

Pfeffer betont, dass die derzeitige Überlappungszone nach bestem Wissen und Gewissen beschlossen wurde. "Als wir das Pickerl 2012 eingeführt haben, haben wir auch sehr lange Diskussionen geführt und die Bedingungen mehrmals geändert. Das ist eben so, weil man im Westen auf andere Bedingungen reagieren muss als in der Innenstadt. Man kann nicht alles vorher wissen." Wenn Anrainer mit guten Argumenten kommen, müsse man sie dann aber auch anhören.

Auch im Gemeinderat wurde über das Thema diskutiert. Stadträtin Veronika Matiasek (FPÖ) sprach dort von "Drüberfahr-Manier von Rot-Grün", "die Hernalser Bezirksbevölkerung darf nicht ein weiteres Mal durch eine chaotische Verkehrspolitik beeinträchtigt werden", formulierte es der ÖVP-Klubobmann Manfred Juraczka. "Wenn der Gemeinderat nichts anderes zu tun hat, als über die Überlappungszone zwischen Hernals und Währing zu diskutieren, haben sie viel Zeit", sagt Pfeffer dazu.

Hintergrund:

Bericht: Parkpickerl - persönlicher Antrag ist möglich
Bericht:Parkpickerl-Infoveranstaltung verägert Anrainer
Bericht: Parkpickerl in Währing - Auswirkungen für Hernals
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