10.03.2016, 09:12 Uhr

Volksschule Rötzergasse: Guter Start für „Neu in Wien“-Klasse

Bildungsstadträtin Sandra Frauenberger und Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorszky besuchten die Kinder der "Neu in WIen" Klasse in der Rötzergasse. (Foto: Stadtschulrat)

Derzeit sind neun Kinder aus Syrien und Afghanistan in der „Neu in Wien“-Klasse: Sie lernen gemeinsam Deutsch, aber auch die Abläufe in der Schule kennen.

HERNALS. Seit Februar ist in der Volksschule Rötzergasse in Wien-Hernals eine „Neu in Wien-Klasse“ für Flüchtlingskinder untergebracht. Bildungsstadträtin Sandra Frauenberger und Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorszky besuchten die Kinder der Schule.
„Uns ist es ein besonderes Anliegen, dass Kinder von Beginn an in das Schulsystem einsteigen. Wo andere Bundesländer bis zu sechs Monate warten, bis sie Flüchtlingskinder beschulen, organisieren wir für schulpflichtige Kinder so rasch wie möglich einen Platz!“

Schulalltag kennenlernen

„In der Anfangsphase ist es wichtig mit den Kindern die Strukturen eines Schultages zu erarbeiten“, erzählt Direktorin Gerlinde Holzinger. „Sprachlich wird derzeit am Grundwortschatz gearbeitet, aber auch an der Alphabetisierung und am Aufbau des Zahlenraumes.“
Darüber hinaus nehmen Kinder am Musik- oder Sportunterricht anderer Klassen teil, auch bei den „Ateliertagen“ im April wird mit anderen Klassen der Schule kooperiert: „Dabei werden die Klassenverbände aufgelöst und jeweils zwei bis drei Kinder aus mehreren Klassen bilden eine Gruppe, die bis zu zehn Ateliers durchlaufen“, erzählt die Direktorin. Auch die Pausen werden gemeinsam im Schulgarten verbracht, damit die Kinder sich bei zwanglosem Spiel kennen lernen können. Die „Neu in Wien-Klasse“ wird von einer Lehrerin und einer zusätzlichen Sprachförderlehrerin unterrichtet.

"Nie wieder Krieg!"

Eine Geschichte hat die engagierten LehrerInnen der Volksschule Rötzergasse besonders berührt: Kinder der Schule rätselten am ersten Tag, was die Abkürzung NWK (Neu in Wien-Klasse) eigentlich heißt. Ein Schüler der 4. Klasse hatte eine hervorragende Idee: „Nie wieder Krieg!“
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