08.03.2016, 15:21 Uhr

Nach Sanierung : Verärgerte Mieter im Gemeindebau

Schlamm, wo früher Wiese war. "Wenn der letzte Frost vorbei ist, wird wieder begrünt", so Wiener Wohnen.

Wiener Wohnen nimmt zu Beschwerden nach der Sanierung des Gemeindebaus Rosensteingasse 48 Stellung.

HERNALS. Zwei Jahre lang wurde der an der Ecke Rosensteingasse/Hernalser Hauptstraße gelegene Gemeindebau generalsaniert. Unter anderem wurde eine neue Wärmedämmung der Außenwände durchgeführt, neue Fenster wurden eingebaut und eine neue Dacheindeckung gemacht. Dabei gab es jedoch einige Probleme. Oder, wie es Jörg Neumayer von Wiener Wohnen formuliert: "Wo gehobelt wird, da fallen Späne."
Diese Späne sind nach Abschluss der meisten Bauarbeiten für einige Anrainer ein Ärgernis. Sie haben sich deshalb an die bz gewandt. "Man hat wegen des Umbaus die Miete erhöht. Da sehen wir nicht ein, warum so viel liegen geblieben ist", sagen die Bewohner, die anonym bleiben möchten.

Neubegrünung geplant

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Zustand des Innenhofs. "Wo früher eine Wiese und ein schönes Gebüsch waren, sind jetzt nur mehr Erde und Dreck. Hier standen die Baucontainer und die Baufahrzeuge sind einfach drübergefahren", beschwert sich ein Bewohner. Jörg Neumayer dazu: "Wir planen eine Neubegrünung des Geländes. Unsere Gärtner warten ab, bis der letzte Frost vorüber ist. Vorher würde das keinen Sinn machen."
Auch ein fehlender Schranken, der die Zufahrt für Autos aus der Rosensteingasse in den Innenhof blockieren sollte, verärgert die Mieter. "Dieser wurde für die Bauarbeiten demontiert. Wo bleibt der Ersatz?", fragen sie. "Der Schranken wird kommen", sagt Neumayer. "Unser Schlosser wartet noch auf die Lieferung aus dem Ausland."

Risse und Schimmel

Im dritten Stock der Stiege 5 zieht sich außerdem ein langer Riss durch die Wand.
Seitens Wiener Wohnen heißt es, man beobachte den Riss schon länger. "Der hat nichts mit der Sanierung zu tun", so Neumayer. "Hier liegen Spannungen im Mauerwerk vor. Wir prüfen gerade, ob er sich ausweitet und wir Maßnahmen ergreifen müssen. Wenn er sich nicht ausweitet, wird er ausgebessert."
Zu guter Letzt schimmelt es in der Waschküche der fünften Stiege. "Und das schon lange", so ein Mieter. Neumayer verspricht, dass sich ein Maler darum kümmern wird.
Grundsätzlich bittet er die Mieter um Verständnis für die derzeitigen Probleme: "Bei einem Sanierungsprojekt dieser Größenordnung kann immer etwas übersehen werden. Wir bitten deshalb die Mieter darum, uns dabei zu helfen, die Schwachpunkte zu finden, damit wir die Bauunternehmen mit den Ausbesserungsarbeiten beauftragen können."
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