07.09.2016, 18:31 Uhr

Haydn, Mozart und Cash

(Foto: privat)

Daniel Gutmann aus Herzogenburg ist im Country genauso daheim wie in der Klassik. Wir sprachen mit ihm.

Mit deiner Band the „Groovecake Factory“ hast du bereits Erfolge feiern können, welche Pläne habt ihr, welche Auftritte stehen an?
Daniel Gutmann: "Nach einer recht erfolgreichen Sasion 2015/16 mit einigen schönen und großen Auftritten und Wettbewerben, wollen wir nach der Sommerpause mindestens genauso motiviert weiter machen. Ein schon lange überfälliges aber für uns sehr großes Projekt wird mit Sicherheit unsere erste CD Produktion werden. Da sind wir auch schon fleißig am Planen und die Lieder sind quasi fertig. Auftritte gibt es auch wieder genug, am 9. September eröffnen wir die Saison mit einem Open Air Konzert in Traisen. In Herzogenburg ist ein Konzert noch in diesem Herbst/Winter in Planung. Mehr dazu in den nächsten Wochen auf unserer Homepage."

Du hast in der Sommeroper im Schlosstheater Schönbrunn den Leporello gegeben - wie war diese Erfahrung für dich?
"Da ich ja klassischen Gesang studiere, ist dieses Projekt natürlich nicht mein erstes Opernprojekt gewesen. Allerdings bisher auf jeden Fall das Größte. Leporello ist eine riesige Rolle und bei dieser Inszenierung hatte er alle Hände voll zu tun. Es hat mir extrem Spaß gemacht: das SängerInnen-Team war Spitzenklasse, der Regisseur, die Dirigenten, das Orchester und alle Beteiligten großartig und mit vollem Einsatz dabei. Sängerisch, sowie schauspielerisch hat mir dieser Sommer sicher unglaublich viel weiter geholfen. Umso mehr freut es mich, dass es so erfolgreich war und ich auch schon bei der nächste Produktion der Musik Uni "Il Mondo della Luna" (Haydn) als eine der Hauptrollen (Bonafede) dabei sein werde. Ende Oktober in Hainburg und Ende November wieder im Schlosstheater."

Wie schaffst du den Spagat zwischen verschiedensten Projekten und Musikstilen
"Die Vielseitigkeit und vorallem die Vielfalt in der Musik und im Leben generell waren mir immer schon wichtig. Mir wurde oft prophezeit, dass dieser Spagat irgendwann nicht mehr zu schaffen sein wird. Das ist mir natürlich sehr wohl bewusst. Umso weiter man auf der einen Seite kommt umso schwieriger wird es, diesen Spagat zu halten. Allerdings waren all meine Ausflüge und meine Projekte bisher extrem bereichernd für mich. In musikalischer als auch persönlicher Hinsicht. Alleine das Projekt "The Groovecake Factory" hat mir in jeder Hinsicht unglaublich viel gebracht. Ich steh viel auf der Bühne - muss viel auswenig lernen - kann meine eigenen Lieder präsentieren - singe viel und spiele viel Gitarre. Wenn man das ganze schlau macht, hilft das natürlich auch für die Oper und den klassischen Gesang enorm weiter."

Ich habe gelesen, dass du auch Sportwissenschaft studiert hast. Was sind deine Pläne für die Zukunft, Musik oder Sport?
"Der erste Spagat der nicht mehr zu schaffen war. Ich habe gerne Sportwissenschaft studiert und bin froh, 2014 abgeschlossen zu haben. Ich war auch einige Jahr sehr intensiv bei der DSG in der Leichtahtletik als Zehnkämpfer unterwegs. Habe dort mit dem Team beinahe jeden Tag der Woche trainiert, einige TeamStaatsmeistertitel geholt und bin immer noch stolz auf meinen Wiener-Meiste-Titel im Zehnkampf im Sommer 2015. Die Jahre waren extrem anstrengend. Musik- und Sportstudium, viel Training und noch mehr üben für Gesang und Gitarre. Allerdings musste dann eine Entscheidung her. Bei sovielen Auftritten, Projekten und Erfolgen in der Musik, war diese aber klar. Ich trainiere immer noch beinahe täglich. Aber ohne Verein, ohne Wettkämpfe und ohne Druck. Natürlich fehlt es mir ein wenig, aber so ist es eben. Mein Sportwissenschaftstudium nütze ich für die kommenden Bachelorarbeiten im Bereich Musik und Gesundheit auf der MDW (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) und ich bringe mich immer wieder als Training bei den verschiedensten Projekten und Ausflügen mit der Musik ein."

Welche anderen Projekte stehen heuer noch an?

"Neben der Haydn-Oper und den Bandauftritte, singe ich mit "The Company of Music" - ein erlesenes Ensemble aus Wien bestehend aus überwiegend SolosängerInnen - zwei Konzerte im Konzerthaus in Wien. Mit einem anderen Ensemble "Oktava" singen wir viel in der Weihnachtssaison, sowie generell einige Konzerte rund um die Adventzeit mit den verschiedensten Chören, Ensembles etc. Außerdem möchte ich gerne ein paar Leiderabende (Schubert, Schumann, Mahler etc.) an verschiedenen Orten anstreben. Nebenbei werde ich mein Glück noch auf einigen Gesangswettbewerben in Deutschland versuchen. Für 2017 stehen auch schon sehr viele schöne Dinge im Kalender. Ein Highlight im Opernsängerkalender wird sicherlich eine Konzertreise nach New York sein, die gerade in Planung ist."

Wann sehen wir dich im Raum Herzogenburg wieder?

Ich bin als Bass-Solist beim Motettenchor Herzogenburg immer wieder bei den Hochämtern im Stift Herzogenburg im Einsatz. Mit der Band werden wir auch wieder in Herzogeburg gastieren - Datum folgt in den nächsten Wochen. Alles weitere für 2017 wird sich demnächst herausstellen."
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