04.07.2016, 14:30 Uhr

Landersdorf: Forschung dient der Umwelt

Recycling ist wichtig: Weltweit werden 40 Millionen Tonnen PET pro Jahr produziert, was auch jede Menge Müll bedeutet. (Foto: KK)

Junge Wölblingerin hat eine innovative Kunststoff-Recyclingmethode erforscht.

LANDERSDORF. Lisa Entinger hat für die Forschung zu ihrer Masterarbeit den "Science Award des Rotary Club Tulln" bekommen. "Das klare Ziel ist die Förderung der Jugend", sagt Wolfgang Hummel, Präsident der Rotarier, über die Verleihung dieses Wissenschaftspreises an junge Forscher. Worum es in ihrer Forschungsarbeit geht und welchen Beitrag zum Umweltschutz sie damit leistet, hat uns Lisa Entinger erzählt.

Forschungsarbeit
Die junge Wissenschafterin stammt aus Landersdorf, Gemeinde Wölbling und studiert am Campus Tulln (FH Wr. Neustadt) "Biotechnische Verfahren". Für ihre Masterarbeit hat sie sich mit dem Kunststoff-Abbau mittels Enzymen beschäftigt. "Mithilfe der Hefe 'Pichia pastoris' habe ich verschiedene Varianten eines bestimmten Enzymes produziert und in Abbauversuchen an PET (Anmerk. Kunststoff) getestet", erklärt Entinger. Durch diese Vorgehensweise lässt sich der Kunststoff in einzelne Bausteine, sogenannte Monomere, auflösen und anschließend lässt sich aus dieser Masse wieder etwas herstellen. "Recycling im Kreislauf sei die Idee dahinter, erklärt Lisa Entinger.

Methode für die Zukunft
"Die Methode steckt noch in den Kinderschuhen", erklärt Lisa Entinger. Es sei daher noch viel Arbeit zu tun bevor eine industrielle Anwendung möglich wird. "Allerdings ist schon der Hintergedanke des Projektes, diese Methode einmal zum Recycling von Kunststoff, wie z.B. PET-Flaschen, zu verwenden", fügt Entinger hinzu.

Beitrag zum Umweltschutz
"Umweltschutz ist mir persönlich sehr wichtig. Ich versuche in meinem Rahmen möglichst ressourcensparend zu leben. Das kann man natürlich nicht von jedem verlangen, aber ein gewisses Grundverantwortungsbewusstsein gegenüber unserer Umwelt sollte jeder Mensch haben", schildert Lisa Entinger. "Mit meiner Masterarbeit, die ja nur ein Teil eines großen EU-Projektes ist, konnte ich einen Teil zum Umweltschutz beitragen. Ich finde es sehr wichtig, dass man als Wissenschafter ein Ziel vor Augen hat, mit dem man sich auch selber identifizieren kann", ist die junge Wölblingerin Lisa Entinger zufrieden mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Mehr zum Thema auf meinbezirk.at/

Zur Sache

Polyethylenterephthalat (PET) ist ein durch Polykondensation hergestellter thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester. PET wird u. a. zur Herstellung von Kunststoffflaschen (PET-Flaschen), Folien und Textilfasern verwendet.
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