28.06.2016, 08:13 Uhr

Projekt Rundwanderweg am Wachtberg wird nicht umgesetzt!

In der letzten Fraktionssitzung gab der Vorsitzende der Liste SP Obritzberg-Rust-Hain, GR Josef Thoma bekannt, dass nach mehreren Gesprächen mit den Grundbesitzern, katholisches Bistum, Jägern und Teilen der Bevölkerung, das Projekt „Rundwanderweg Wachtberg“ nicht umgesetzt wird.

Ausschlaggebend war ein Gespräch und Rundgang am Wachtberg mit Robineau Franz aus Großrust.

Fazit von GR Thoma: „Was viele vergessen haben, wurde mir wieder klar“, wie wenig Rückzug unsere Tierwelt noch hat. Als wir rund um die Sandgrube gingen, stellte ich fest welch schönes Naturreiches Gebiet Franz Robineau für die Tierwelt geschaffen hatte.
Es dient als Ruhezone und Brutgebiet für das einheimische Wild. Für uns Gemeindebürger/innen ist der Wachtberg auch ein Ort zum Nachdenken und die Natur zu genießen. Es gibt auch noch andere Möglichkeiten um in unserer Gemeinde gemeinsam mit der Bevölkerung einen Bewegungs- und Begegnungsraum zu gestalten.
Wir halten unser Versprechen und wollen mit den Bürgern Projekte verwirklichen."

Die Begründung von Franz Robineau: „Aufgrund der vielen landwirtschaftlichen Äcker in unserer Gemeinde, gibt es für die Tierfalt wenig Rückzugsgebiet. In Zukunft wird Großrust zu einem Siedlungsgebiet mit vielen Wohnungen heranwachsen und auf dem Wachtberg wird man mehr Menschen begegnen. Bei einem offiziellen Wanderweg und einem Aussichtsturm, würden die Tiere und auch der Wachtberg als ganzes darunter leiden. Der Wald bildet den natürlichen Lebensraum für eine Vielzahl von Tierarten. Zudem ist er heute ein Einstandsgebiet und am Waldrand ein Rückzugsraum für vormalige Arten des Offenlandes. Umso wichtiger ist es, dass wir Bürger auf uns gegenseitig Rücksicht nehmen, die gesetzlichen Rahmenbedingungen (Fahren und Reiten im Wald, Umgang mit Hunden usw.) einhalten, welche im Forstgesetz 1975 geregelt sind. Daher lassen wir diesen Lebensraum für uns wachsen und gedeihen.
Bedanken möchte ich mich bei GR Josef Thoma für den offenen Dialog und die Einbeziehung der betroffenen Personen und Vertretern".

Allgemein gilt: Das Betreten des Waldes- oder Weg zu Erholungszwecken ist mit Einschränkungen für jedermann/-frau frei möglich.
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