31.08.2016, 08:00 Uhr

Gartenarbeit als Ausgleich

Antonia Brauneis liebt ebenso wie ihre Mama Alexandra die Natur im Garten und zeigt stolz die Urkunde zur Plakette.Foto: ag

Mit einfachen Mitteln wird der Garten zum Naturgarten und zum Paradies für Mensch und Tier.

BEZIRK (ag). Vor 17 Jahren blickten die Niederösterreicher über die Thujenhecke und entdeckten den Naturgarten. Die „Garten Tulln“ lockte heuer bereits 10.000 Besucher an, im Bezirk Hollabrunn gibt es 8 Schaugärten.

Natur im Privatgarten

Aber auch immer mehr private Gartenbesitzer entschließen sich, auf Dünger und Torf zu verzichten. 14.000 Gärten haben niederösterreichweit eine Naturgarten-Auszeichnung, im Bezirk sind es 386.
Wir haben einen davon besucht - und ein Paradies für Mensch, Pflanze und Tier entdeckt. Mitten in Hollabrunn befindet sich der wunderschöne idyllische Garten der Familie Brauneis. Obwohl die „Natur im Garten“-Plakette erst ganz frisch ist und die Urkunde erst am 23. August 2016 ausgestellt wurde, praktizierte Familie Brauneis die erforderlichen Kriterien bereits seit Jahren. „Ich verwendete noch nie chemische Mittel, wir haben Sträucher, Laub- und Obstbäume, haben Gemüse, Obst, Kräuter, Trockenelemente, Kompost, einen Teich, eine Wildwuchsecke und verwenden keinen Torf“, so Alexandra Brauneis.

Gartenarbeit als Ausgleich

Der Garten ist für sie sehr wichtig und ein Ausgleich zu Beruf und Familie. Zum Sitzen und Nichtstun kommt die dreifache Mutter selten, weil sie es liebt, im Garten zu arbeiten. „Und das auch noch, wenn es dunkel ist“, meinte die 10-jährige Tochter Antonia mit einem Lächeln im Gesicht. Den grünen Daumen hat Alexandra Brauneis schon von Oma und Mama mitbekommen: „Von meiner Oma hab ich die Himbeeren und die Seidenpflanze bekommen, darauf bin ich sehr stolz. Ich sammle sehr viel und beginne schon im Winter Kerne und Ableger einzusetzen.“
Auch Tiere spielen bei Familie Brauneis eine wichtige Rolle. Drei Katzen, Laufenten und Hasen tummeln sich im Garten genauso wie Insekten und Vögel.

Zur Sache:
Kriterien für „Natur im Garten“-Plakette:
Verzicht auf Pestizide
Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger
Verzicht auf Torf
Naturgartenelemente (Wildsträucher, Wiese, Wildwuchs usw.)
Bewirtschaftung und Nutzgarten (Kompost, etc.)
Anzahl der Plaketten: 386
Anzahl der Gemeinden: 2
Anzahl der pestizidfreien Gemeinden: 4
Anzahl der Schaugärten: 8
Schaugarten Luna Frauenprojekt, Hollabrunn
Kräuterschaugarten, Maissau
Amethyst-Welt, Maissau
Kräutergarten der Caritas, Retz
Englischer Garten Heldenberg, Kleinwetzdorf
Brigitte Fröhlich, Ziersdorf
Gartendorf, Unterretzbach
Nationalpark Thayatal, Hardegg
Partnerbetriebe: 1 (Gartenbau Eder, Unterretzbach)
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