11.10.2016, 08:00 Uhr

Hasen und Rehe in Lebensgefahr

Besonders im Herbst und in der Dämmerung ist auf Wildwechsel in der Nähe von Wald und Feld zu achten.

Hunderte Wildtiere werden jeden Herbst zum Opfer des Straßenverkehrs.

(ae). „Im Herbst steigt jedes Jahr die Zahl der Wildunfälle dramatisch an“, sagt der Hollabrunner Bezirksjägermeister Karl Wittmann. „Die Tiere sind durch die lange Dunkelphase länger aktiv, und durch die abgeernteten Felder hat das Wild weniger Deckung und gerät leichter in Panik.“
Und die Zahl der Opfer ist gewaltig: Im Vorjahr wurden auf den Straßen des Bezirks mehr als 700 Rehe, 21 Wildschweine, 1.300 Hasen und viele andere Kleintiere im Straßenverkehr getötet. Und heuer wird es kaum weniger werden. „Das ist in manchen Revieren schon mehr, als durch Jäger erlegt wird“, sagt Wittmann.
Die Jäger aus dem Bezirk haben heuer gemeinsam mit dem Landesjagdverband und mit Unterstützung der NÖ Landesregierung wieder an Schutzvorrichtungen an mehreren besonders gefährdeten Straßenabschnitten gebaut. Duftzäune sowie optische und akustische Geräte sollen Rehe, Hasen und Co. vom Queren von Straßen abhalten.
Aber solche Einrichtungen sind natürlich nur an kleinen Teilen des Straßennetzes finanzierbar. Landesweit können jedes Jahr etwa 100 bis 150 Kilometer Straßenabschnitte mit Wildschutzsystemen entschärft werden. Autofahrer könnten durch entsprechendes Verhalten jedenfalls viel Tierleid verhindern. Dazu gehört, bei schlechten Sichtverhältnissen die Geschwindigkeit entsprechend anzupassen und entlang von Wäldern und Feldern in der Dämmerung besonders vorsichtig unterwegs zu sein.
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