10.05.2016, 09:00 Uhr

Raika Seefeld erneut überfallen!

Das Täterbild vom Überfall am 3.5., aufgenommen in der Raikafiliale in Seefeld-Kadolz. Foto: LKA NÖ

Nur 10 Wochen nach dem Überfall auf die Raika Seefeld kam der nächste Räuber – und entkam wieder unerkannt.

(ae). Erst am 16. Februar wurde die Raiffeisenbankstelle in Seefeld von einem unbekannten Täter, der brutal vorging, überfallen „Geld, alles Geld“ rief er, und bedrohte Kassierin Viktoria Seidl mit einer Pistole und einem Pfefferspray. Dabei verletzte er die Angestellte und floh mit einem Betrag in mittlerer Höhe.
Am 3. Mai kam kurz nach 9 Uhr erneut ein Räuber in die Bank, bedrohte wieder die Kassierin Viktoria Seidl und eine Kundin mit einer Waffe und einem Pfefferspray. Und verlangte „Alles Geld“. Während Geld in seine mitgebrachte Plastiktasche gefüllt wurde, ging der Täter in einen Nebenraum, in dem sich ein weiterer Bankmitarbeiter und 2 Kunden befanden, bedrohte die drei mit der Waffe und versprühte Pfefferspray, danach besprühte er auch die Kassierin und flüchtete mit einem schwarzen Skoda Fabia, dessen tschechische Kennzeichen sich kurz darauf als gestohlen herausstellten, über die Grenze. Ein Ehepaar, das auf den Täter vor der Bank aufmerksam wurde, verfolgte seinen Pkw noch bis Jaroslavice, verlor dann aber den Anschluss. Die sofort ausgelöste Alarmfahndung verlief ebenfalls negativ. Erste Aussagen der Zeugen ließen vermuten, dass es sich um den gleichen Verbrecher gehandelt haben könnte, der die Bank im Februar überfallen hatte. Beim Landeskriminalamt (LKA) ist man aber nicht sicher, wie Sprecherin Manuela Weinkirn den Bezirksblättern sagte: „Wir können noch nicht ausschließen, dass es derselbe Täter war, wie die Zeugen meinten. Und er hat auch dieselben Worte verwendet wie beim ersten Überfall. Aber die Fotos zeigen eher nicht denselben Mann. Er schaut jünger und sportlicher aus. Es wird derzeit in allen Richtungen weiter ermittelt.“

Gleiche Mitarbeiterin

Bestürzung herrscht bei der Raiffeisenkasse Seefeld-Kadolz nach dem zweiten Überfall in kurzer Zeit. „Es ist wieder die gleiche Mitarbeiterin betroffen“, sagt Dir. Franz Seidl, „dabei ist sie noch immer wegen des ersten Überfalls in psychologischer Betreuung. Wir wissen noch nicht, wie sie den neuerlichen Überfall bewältigen wird.“ Die Filiale Seefeld blieb bis 9. Mai vorläufig geschlossen, danach soll umgebaut werden. Dir. Seidl: „Wir haben Überlegungen angestellt, wie wir die Bankstelle sicherer machen können, es wird auf jeden Fall Änderungen geben. Seefeld scheint aufgrund der ruhigen Lage in Grenznähe für Überfälle prädestiniert zu sein.“ Über die Höhe der Beute machte die Bank wie üblich keine genauen Angaben, es dürfte sich aber um einen ähnlichen „mittleren Betrag“ wie beim ersten Überfall handeln. Die für den ersten Bankraub ausgelobten 2.000 Euro für Hinweise, die zum Täter führen, wurden laut Dir. Seidl inzwischen um weitere 2.000 Euro für den zweiten Überfall erhöht.
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