06.07.2016, 08:00 Uhr

Sicherheitstipps für Badespaß!

Für Kinder ist Wasser besonders anziehend. Lassen Sie Ihr Kind nie unbeaufsichtigt! Foto: Privat

Mit der Beachtung von einigen Sicherheitstipps kann das Risiko bei Kindern entschärft werden.

BEZIRK. Bei großer Hitze gibt es nichts Schöneres, als sich im Wasser abzukühlen, doch für Kleinkinder kann es zur Gefahr werden. Mit einigen Tipps kann dieses Risiko entschärft werden. Das kühle Nass ist für Kinder sehr anziehend, kann aber durch Unachtsamkeit zur tödlichen Gefahr werden. Ertrinken ist neben Verkehrsunfällen die häufigste tödliche Unfallursache bei Kindern“, erklärt OA Dr. Martin Nigischer vom Roten Kreuz Hollabrunn.

Sicherheitstipps

Gerade beim Badevergnügen mit Kleinkindern sind einige Regeln unbedingt einzuhalten. Der Garten sollte auf Gefahrenquellen für das Kind überprüft werden. Gartenteiche, Biotope, Regentonnen und Planschbecken stellen eine Gefahr dar und sollten umzäunt und abgesichert werden.
Auch entsprechende Anlagen in der Nachbarschaft und naheliegende natürliche Gewässer sollten dabei beachtet werden.

Gefahr nicht unterschätzen

Kinder können schon in 20 cm tiefem Wasser ertrinken. Der Schock beim plötzlichen Eintauchen in das kalte Wasser kann die Atmung blockieren und zum Ersticken führen. Auch haben Kinder einen schweren Kopf und eine ungeübte Muskulatur und gehen dadurch leichter unter.
Kinder dürfen beim und im Wasser nie unbeaufsichtigt bleiben. Ertrinken passiert schnell und leise. Schon 3 Minuten genügen, um das Badevergnügen tödlich enden zu lassen. Schwimmflügerl sollten immer angelegt werden, auch im Schlauchboot (ideal wäre hier sogar eine Schwimmweste) und auf der Luftmatratze. Die Schwimmflügerl sollten mindestens zwei getrennt voneinander aufblasbare Kammern haben und Sicherheitsventile. Schwimmreifen sind kein geeigneter Schutz – das Kind kann durchrutschen.

Schnelle Erste Hilfe im Notfall

Im Notfall kommt es auf jede Minute an. Im Ernstfall ist es besonders wichtig, ruhig zu bleiben. Nach der Rettung aus dem Wasser werden zuerst die Lebensfunktionen kontrolliert und dann die entsprechenden Erste-Hilfe-Maßnahmen durchgeführt (Beatmung und Herzdruckmassage – bei Kindern allerdings mit besonderer Vorsicht). Schnellstmöglich muss der Notruf 144 gewählt werden und dann nasse Kleidung so rasch wie möglich durch eine Decke oder eine Aluminiumfolie ersetzt werden, um eine Unterkühlung zu vermeiden.

Auffrischung der Kurse

Erste-Hilfe-Kenntnisse können Leben retten. Nicht nur Eltern können leicht in eine derartige Situation kommen. Ein Urlaubstag, der Auffrischung der Erste-Hilfe-Kenntnisse in einem der zahlreichen Kurse des Roten Kreuzes gewidmet, kann so Beruhigung für das ganze Jahr bringen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.