10.05.2016, 08:00 Uhr

„Steig ein“: 53% Wien-Pendler

Helga Kramer nutzt ihr Auto nur, um von Wullersdorf nach Hollabrunn zu fahren. Dann geht es mit dem Zug weiter.Foto: ag

Serie Teil 2: AK NÖ-Studie zeigt, dass seit 2014 erstmals mehr als die Hälfte der NÖ-Arbeitnehmer pendelt.

BEZIRK (ag). Aktuell pendelt mehr als die Hälfte der berufstätigen Niederösterreicher in einen anderen Bezirk oder anderes Bundesland in die Arbeit.

60 % Pendeln aus

Von den wohnhaft Beschäftigten im Bezirk Hollabrunn arbeiten 19,5 % in der Wohngemeinde, 20,2 % im Wohnbezirk, 28,2 % in einem anderen Bezirk oder Bundesland (außer Wien) und 32,1 % in Wien. Der Pendlersaldo ist negativ (-6.624 Personen), und insgesamt konnte Hollabrunn 57,5 % der wohnhaft Beschäftigten mit einem Arbeitsplatz versorgen und liegt daher unter dem NÖ Durchschnitt mit 85,3 %.

53 % pendeln nach Wien

Die meist angefahrenen Ziele für die Hollabrunn-Auspendler sind Wien (53,25 %) und Korneuburg (16,49 %).
Im Bezirk Hollabrunn finden die Pendler rund 2.200 Parkplätze bei Park+Ride-Anlagen bei Bahnhöfen vor. In Holla-brunn parkt auch die aus Wullersdorf kommende Pendlerin Helga Kramer ihr Auto beim Bahnhof Hollabrunn. Sie nutzt bereits um 5.02 Uhr den Zug in Richtung Wien, wo sie die Zeit bis Wien Mitte mit etwas Dösen verbringt. „Um diese Zeit bekomme ich immer einen Parkplatz und einen Sitzplatz im Zug. In der Früh kommt es so gut wie nie zu Verspätungen. Bei der Heimfahrt schaut das schon anders aus. Regelmäßig kommt es zu Verspätungen, und manchmal fällt sogar ein Zug komplett aus. Dennoch überwiegen bei der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln für mich die Vorteile: günstiger, sicherer und stressfreier“, so Helga Kramer, die bereits seit 25 Jahren täglich nach Wien zu ihrer Arbeit pendelt.
Keine Möglichkeit mit Öffis zu fahren hat Gerold Gratzer aus Hollabrunn. Er ist U-Bahn-Fahrer in Wien und aufgrund seiner Arbeitszeiten gezwungen, mit dem Auto zu fahren, um seine Arbeitsstätte zu erreichen. „Die Parkplatzsituation ist ab 6 Uhr auch in den Park & Ride-Anlagen sehr angespannt und nicht kostenlos. Wenn ich bei der Heimfahrt die Südosttangente oder die Nordbrücke passieren muss, benötige ich sicher 30 Minuten länger. Ganz zeitig in der Früh ist natürlich die Autofahrt sehr entspannt“, erklärte Gratzer.

Zur Sache:
Für Pendler stehen in NÖ rund 36.000 Pkw- und 23.000 Zweirad-Stellplätze auf Park+Ride-Anlagen zur Verfügung. Zahl der Arbeiter 2014 in NÖ: 482.066 (+5,2 % zu 2009); Auspendler: 288.129 (+8 %), Einpendler: 205.318 (+13,3 %).

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