24.05.2016, 08:00 Uhr

„Steig ein“: Weniger Unfälle

An dieser Kreuzung in Großmeiseldorf kommt es immer wieder zu Unfällen mit Pkws und Lkws.Foto: ag

Serie Teil 4: Immer mehr Autos, immer weniger Verkehrstote: Niederösterreichs Straßen werden sicherer.

BEZIRK. Auf Niederösterreichs Straßen starben im vergangenenJahr 130 Menschen – neun mehr als 2014. Der Langzeittrend geht eindeutig in die andere Richtung. Seit den 70er-Jahren ist die Zahl der Verkehrstoten um über 80 Prozent zurückgegangen. Im Jahr 2012 wurden bei knapp 8.000 Unfällen noch 145 Menschen getötet. Einen weiteren „erfreulichen“ Trend gibt es, was die Zahl mit alkoholisierten Unfallbeteiligten betrifft. Waren 2012 noch 584 Alko-Lenker an Unfällen in NÖ beteiligt, so sank diese Zahl im Jahr 2014 bereits auf 476 (-108 oder 18,5 %).
Eine der gefährlichsten Strecken im Bezirk Hollabrunn war früher eindeutig die B 303, doch seit sie mit einer Mittelleitschiene von Stockerau bis Hollabrunn geteilt ist, wurde die Straße entschärft, und die Unfälle gingen drastisch zurück. „Derzeit gibt es keine Unfallhäufungsbereiche“, erklärte der Bezirkspolizeikommandant-Stv. Major Eduard Widhalm, und weiter: „Zu Veränderungen wird es etwa an der Redl-Kreuzung in Hollabrunn kommen, und bei Hart-Aschendorf wird es eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h geben. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit erarbeitet mit Polizei und Behörde Stellen, wo es in einem Beobachtungszeitraum von drei Jahren innerhalb von 150-300 Meter im Freiland zu mehr als drei Unfällen pro Jahr kommt. Meist sind aber in diesem Abstand nicht so viele Unfälle!“ Klar ist die B 303 nach Hollabrunn und die B 4 zwischen Maissau und Ziersdorf immer wieder Schauplatz schwerer Unfälle, wo dann die Polizei vermehrte Verkehrskontrollen durchführt.
Auch der Bahnhofsplatz in Hollabrunn war eine Gefahrenstelle. Durch die bauliche Maßnahme eines Kreisverkehres ist die Unfallhäufigkeit um 70 % rückgängig. Weitere mögliche Anpassungen sind das Ausbessern von Spurrinnen, Erneuerung des Straßenbelages oder auch das Anbringen von Leittafeln etwa vor Kurven.
An der Kreuzung in Großmeiseldorf kommt es mehrmals im Jahr zu Unfällen. Stoppschild missachtet, zu hohe Geschwindigkeit, Vorrangregeln anscheinend „undurchsichtig“. Altlenker blinken, wenn sie die Vorrangstraße verlassen, Neulenker blinken, wenn sie, in welche Richtung auch immer, abbiegen. Dies führt zu Missverständnissen und des öfteren zu Unfällen. Das größte Problem stellen LKW-Lenker dar. Die meisten halten weder bei der Stopptafel, noch drosseln sie die Geschwindigkeit“, schilderte eine Bezirksblatt-Leserin. Von Seiten der Polizei ist diese Kreuzung nicht in der Statistik der Unfallhäufigkeit angeführt.

Zur Sache:

NÖ-weit: 7.181 Verkehrsunfälle mit Personenschaden - 2014. 2013: 7.308, 2012: 7.921
Bezirk Hollabrunn 2015: 210 Verkehrsunfälle mit Personenschaden und 1.788 mit Sachschäden, 2 Tote;

Gewinnspiel:

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Die Gewinnfrage 4 lautet: „Wie viele Verkehrsunfälle mit Personenschaden ereigneten sich 2014 auf NÖs Straßen?“
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