13.04.2016, 08:00 Uhr

Wieder Gegenwind für Windpark

Der Hadreser Gemeinderat Andreas Kornherr ist Sprecher der Bürgerinitiative.Foto: Hadres

Bürgerinitiative protestiert mit 700 Unterschriften gegen Standort.

(ae). Seit gut zehn Jahren wird in Wullersdorf an einem Windpark gearbeitet, der damals bei einer Volksabstimmung von einer knappen Mehrheit befürwortet wurde. Nachdem bei der Flächenfestlegung des Landes für die Gemeinde Wullersdorf grünes Licht gegeben wurde, sollen in einem ersten Bauabschnitt 8 Windräder mit einer Höhe von 196 Metern errichtet werden, acht weitere sollen in einem zweiten Schritt folgen. Am 12. und 13. April gibt es dazu im Wullersdorfer Gemeindeamt die Verhandlung zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP).
Und die nimmt die „Bürgerinitiative für eine unberührte Landschaft im Wullersdorfer Land und Pulkautal“ zum Anlass, noch einmal gegen den Windpark zu protestieren. In kurzer Zeit wurden 700 Unterschriften gegen die Windräder gesammelt, und die Initiative rief in Flugblättern, die im ganzen Pulkautal verteilt wurden, dazu auf, bei der UVP zu erscheinen und dagegen zu protestieren. Andreas Kornherr, Sprecher der Bürgerinitiative: „Es ist unsere letzte Chance, die wir nutzen wollen. Bei der UVP darf jeder, der sich in die Rednerliste einträgt, seine Ansicht äußern. Auf jeden Fall werden Mitglieder der Initiative und die Bürgermeister von Alberndorf, Mailberg, Seefeld-Kadolz und Hadres zur UVP kommen und dort ihre Bedenken formulieren.“ Wullersdorfs Bürgermeister, LAbg. Richard Hogl, sieht die Aufrufe zum Protest gelassen: „Die UVP ist kein Meinungsbildungsprozess, sondern eine Abhandlung, da können auch 1.000 Leute kommen, das wird keinen Einfluss haben. Ich bin auch nicht besonders beeindruckt von der Unterschriftensammlung. In der Region leben sicher 7.000 Menschen, die die Windräder sehen werden und 10 % gefällt es nicht, aber Energie wollen alle.“
Dass der Baubeginn des Windparks durch die Proteste weiter verzögert werden könnte, will Hogl allerdings nicht ausschließen: „Die Fristen, die der Rechtsstaat hergibt, werden von den Windparkgegnern wahrscheinlich ausgeschöpft werden, dadurch könnte sich die Verfahrensdauer verlängern.“
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