02.08.2016, 09:00 Uhr

Bonitätsranking: Bezirk fiel zurück

Bgm. Manfred Marihart: „Ich möchte das Ranking nicht überbewerten.Foto: Archiv

Im Vorjahr waren drei Gemeinden unter den besten 250 Österreichs.

(ae). Das Gemeindemagazin veröffentlicht alljährlich jene 250 Gemeinden aus dem gesamten Bundesgebiet, die im Vergleich zu ihren Einnahmen die geringsten Schulden und damit die beste Bonität haben. Vergangenes Jahr schafften es gleich drei Gemeinden aus dem Bezirk unter die besten 250. Und die Freude war groß: Erstmals, seit es dieses Ranking gibt, waren welche aus Hollabrunn vertreten.
Die Freude darüber wich in den letzten Wochen allerdings einer leichten Ernüchterung, als die Ranking-Listen für das Jahr 2015 erschienen. Der bestplatzierte des Vorjahres, die Gemeinde Retzbach, rutschte von Platz 73 auf Rang 141, Guntersdorf, 2014 auf Platz 139 gereiht, scheint in der aktuellen Wertung unter den besten 250 gar nicht mehr auf, und Pulkau stieg vom 156. Rang auf den 225 ab. Alois Binder, Vizebürgermeister Retzbach zum Verlust von 68 Plätzen im aktuellen Bonitätsranking: „Ich kann das nicht ganz nachvollziehen, weil wir im Vorjahr keine besonderen Probleme hatten. Allerdings ist bei uns die Zahl der Einwohner kurz unter 1.000 gefallen, und das wirkt sich in den Bedarfszuweisungen aus. Und bei einer kleinen Gemeinde machen 30.000 bis 40.000 Euro weniger schon was aus. Wir haben aber immer noch einen Budgetüberschuss.“ Kleiner Nachsatz: „Wir sind auch immer noch die besten im Bezirk.“
Bgm. Roland Weber (Guntersdorf), kommentierte den Absturz seiner Gemeinde aus den besten 250 knapp: „Für mich ist dieses Ranking nicht nachvollziehbar. Ich weiß nicht, wie das Ergebnis im Vorjahr zustande kam, und ich weiß auch nicht, was passiert ist, damit wir heuer nicht mehr vorkommen.“
Pulkau verlor gegenüber der Vorjahreswertung 69 Plätze und liegt heuer auf Rang 225. Bgm. Manfred Marihart: „Mir ist nicht klar, wonach das berechnet wird, welche Zahlen das Gemeindemagazin verwendet, und ich halte nicht viel davon. Ich freue mich aber darüber, dass wir unter den mehr als 2.000 Gemeinden immer noch unter den besten 10 Prozent sind. Ich würde aber unseren immer noch guten Platz trotzdem nicht überbewerten.“
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