30.08.2016, 08:00 Uhr

Erntegespräch 2016 in Hollabrunn

Zahlreiche Vorträge und Referate ließen die diesjährige Ernte Revue passieren. Foto: Privat

Die Ernte 2016 im Bezirk Hollabrunn brachte sehr gute Erträge und brauchbare Qualitäten.

BEZIRK (ag). Kürzlich fand das diesjährige Erntegespräch der Bezirke Hollabrunn, Korneuburg und Tulln statt, das heuer von der Bezirksbauernkammer Hollabrunn organisiert und im Gasthaus „Hier und Jetzt“ in Kleinweikersdorf abgehalten wurde.

Agrarpolitische Situation

Seitens des Bezirkes Hollabrunn nahmen an dem Gespräch LAbg. Richard Hogl, der Leiter der Abteilung Landwirtschaftsförderung in der NÖ Landesregierung, HR Ernest Reisinger, der Pflanzenbaureferent der LWK, Günther Rohrer, BBKO Friedrich Schechtner, Kammersekretär Gerald Patschka, Pflanzenbauausschussvorsitzender Franz Satzinger, Pflanzenbauberater Hermann Dommaier-Bachl sowie die Vertreter des Raiffeisen – Lagerhauses Hollabrunn – Horn, Obmann Johann Rohringer, GF Edwin Vorhemus, Verwalter Franz Ganzberger und dessen designierter Nachfolger Rudolf Krupbauer, teil.
Nach den Grußworten von Kammerobmann Schechtner referierte Präsident Franz-Stephan Hautzinger (Landwirtschaftskammer Burgenland) zur aktuellen agrarpolitischen Situation im Getreidesektor.

Vermarktungssituation

Anschließend gaben der für pflanzliche Produkte zuständige Bereichsleiter in der Agrarmarkt Austria, Christian Gessl, und die Vertreter der Raiffeisen-Ware Austria bzw. der Lagerhäuser und des privaten Landhandels einen Überblick über die Vermarktungssituation.
Schließlich referierten die Pflanzenbauberater der einzelnen Kammern über die Ertragslage und die heuer sehr guten Getreideerträge, die aufgrund des mehr als ausreichenden Regens zustande kamen, bzw. die gedämpfte aber (laut Vertreter der Vermarktungsinstitutionen) sehr gut vermarktbare Qualtitätssituation des Getreides. Zu der Witterungssituation nahm zudem der Vertreter der Österreichischen Hagelversicherung, Landesdirektor Josef Kaltenböck, Stellung. So gab es heuer bereits rund 5.000 Schadensfälle in Österreich zu verzeichnen.

Überdurchschnittliche Ernte

Im Bezirk Hollabrunn verzeichnet man ebenfalls eine sehr überdurchschnittliche Ernte, wobei sich die Erträge bei ca. 6.000 bis 7.600 kg im großen Durchschnitt der verschiedenen Getreidearten einpendelten.
Die diesjährige Kulturführung (ausreichende Düngung und gezielter Pflanzenschutz) waren für die Qualität in diesem Jahr besonders ausschlaggebend. Abschließend lud das Raiffeisen-Lagerhaus Holla-brunn - Horn die TeilnehmerInnen zu Imbiss und Umtrunk ein.

Zur Sache:
Folgende österreichweite Fakten wurden betont:
Durumweizenfläche: Deutliche Ausweitung in Österreich, aber die Marktnachfrage in Italien ist gegeben (2012: 14.000ha, 2016: 40.000 ha)
Export: Europa exportiert heuer rund 40 Mio. Tonnen Getreide und hat ein ebenso großes Lager an Getreide.
Verhältnis Export/Import: In Ö werden mehr als 800.000 t Getreide mehr importiert als exportiert. Dies setzt sich aus 1,2 Mio. t Export zu 2,0 Mio. t Import zusammen. Der Großteil des importierten Getreides geht direkt in das Äthanolwerk Pischelsdorf bzw. nach Pernhofen zur Zitronensäurefabrik.
Vermahlen: In Ö wurden rund 40.000 t Getreide mehr vermahlen als in den Jahren davor, vor allem auch Hartweizen (Durum).
Qualität: Weizen durch Regen in Österreich weniger beeinträchtigt als in Deutschland und qualitätsmäßig deutlich über dem Niveau von Weizen aus Osteuropa.
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