23.08.2016, 08:00 Uhr

Terror-Angst dämpft Reiselust

Statt mit dem Flieger in die Türkei oder nach Tunesien, ging es heuer vermehrt mit dem Auto nach Italien und Kroatien. Foto: Archiv

Mit Auto zu den Nachbarn, statt Flugreisen in die Türkei und Nordafrika.

(ae). „Wir hatten heuer keine Ägypten- und Tunesienbuchungen und in die Türkei auch nur wenige“, sagt Julia Markon von Raiffeisen-Reisen Hollabrunn. „Daher hatten wir auch keine Stornos nach den Unruhen in der Türkei. Gut gehen jetzt in der Nachsaison Last-Minute-Buchungen für Flug-reisen, vor allem nach Mallorca und auf das spanische Festland. Und viele Kunden, die früher in die Türkei flogen, wichen heuer nach Bulgarien aus.“
Ebenfalls keine Probleme mit dem Militärputsch in der Türkei und den Terroranschlägen in Thailand gab es bei Schneider-Reisen, wie Ingrid Futtelnig sagt: „Thailand ist bei uns eine Winterdestination, da haben wir derzeit keine Abreisen und in die Türkei flogen heuer ohnehin nicht sehr viele unserer Kunden. Bei uns wollte niemand eine gebuchte Reise stornieren. Insgesamt hat die Reiselust vor allem bei Familien etwas nachgelassen, dafür gibt es aber einen Anstieg bei den Selbstfahrern, vor allem nach Italien und Kroatien.“
Bei Columbus-Reisen gab es gleich nach dem Militärputsch schon einige Stornos von vorher gebuchten Türkeiurlauben. „Aber jetzt wollen doch wieder mehr Kunden hin, weil es sehr billig ist“, stellte eine Mitarbeiterin fest. Bei allen drei Reisebüros in der Bezirkshauptstadt zeigt sich aber ein einheitlicher Trend: Jene, die mit dem eigenen Auto nach Kroatien oder Italien fahren wollen und nur Quartiere am Urlaubsziel buchen, werden deutlich mehr. Dagegen gibt es keinen merkbaren Anstieg bei Österreichurlauben in den Reisebüros.
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