25.03.2016, 18:08 Uhr

Die wilden 70er: Koteletten, Hot Pants & Liebe

Wer ist das in den 70-ern? Bild zwei zeigt es. (Foto: privat)

Glockenhosen, Koteletten, Flowerpower - das süße Leben, jeder wollte dabei sein und Aids war kein Thema.

BEZIRK. Glockenhosen, Koteletten, Kernkraft, Eiserner Vorhang. Würde man heute ins Niederösterreich der 70er-Jahre zurückkehren, man würde das Land nicht wiedererkennen. Eine Schau im NÖ-Ausstellungs-Mekka, der Schallaburg, widmet sich derzeit dieser Epoche unserer jüngeren Geschichte. Die BB wagten die Zeitreise in die Vergangenheit des Bezirkes und fanden heraus, wie sich Orte, Menschen und die Gesellschaft in den vergangenen vier Jahrzehnten verändert haben.

War alles ein bisschen sexy
"Ich hab mich bei einer süßen Touristin aus Paris als Skilehrer ausgegeben, hatte noch kein Auto und hab sie zu Fuß zum Rendezvous abgeholt, na die hat geschaut", lacht Klemens Kofler, Immobilienprofi und FPÖ-Bezirkschef aus Tirol. Nach einem Trip in die Berge landete man im Hotel, wo der 16-Jährige die Liebe kennenlernte. "Meine Mutter hat mir das gleich angesehen als ich heim kam und gemeint: 'Du bist älter geworden' ", schmunzelt er.

Erstes Geld, Discos & Mopeds
"Es war ein entscheidendes Jahrzehnt. Ende der Schule, Beginn der Arbeitswelt, Moped, dann Führerschein, erste Mädchen. Disco Haller in Rodingersdorf, Disco Surböck, Whiskymühle - wunderschöne Zeit", fasst Josef Wiesinger, SPÖ-Bezirkschef zusammen. "Die Freiheit der Jugend in alle Richtungen", lacht er. "Als Lehrling, der auf sich was hielt, hast dir die Jeans nicht bei der Quelle, sondern im Men-Shop gekauft. John Player special haben wir geraucht", sagt er. Und die Puch Monza war für jeden ein Begriff. "Die 70er, der soziale Aufstieg Österreichs, als Roter muss ich das sagen", lächelt er.
"Ich war sehr verliebt damals", schmunzelt Josef Höchtl. In den 70-er Jahren Einstieg in die Bundespolitik, 1972 Wahl zum Bundesobmann der jungen ÖVP und er hat geheiratet. Alle Kinder sind in den 70er-Jahren geboren.

Gerhard Zeder, Stadtamtsdirektor Eggenburg
"Nummer 1 war das 1974 gegründete Jugendzentrum mit den Veranstaltungen (Pop- und Rockkonzerte auf der Kanzlerwiese, Flohmärkte, Kabarett, Theater), Moped fahren (Puch DS 50), Musik (ABBA, Beatles)", erzählt Gerhard Zeder, Stadtamtsdirektor Eggenburg. In Erinnerung geblieben: Unfall Jochen Rindt in Monza, Olympiasieg Franz Klammer, Fußball-WM 1978 mit 3:2 gegen Deutschland, Meistertitel Fußball mit dem SK Eggenburg in der 1. Klasse Nordwest/Mitte. Und die wunderbar weiten Glockenhosen!

Discomusik und Motorradfahren
Mit der Honda Monkey, geliehen vom Opa, fuhr Roland Dallamassl am Betriebsgelände in Raabs umher. Das war der Start für eine Motorradleidenschaft. Mädchen waren noch nicht wirklich im Fokus, dazu war er in den 70-ern zu jung, aber Schulfreundinnen gab es schon.
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