01.05.2016, 08:26 Uhr

Neuregelung zu den ärztlichen Hausapotheken rettet viele Hausapotheken am Land!

Mit einer neuen Regelung zu den ärztlichen Hausapotheken können viele Hausapotheken am Land erhalten werden. Gleichzeitig wird damit das Problem der Ärzteversorgung am Land entschärft.
Nach langen Verhandlungen ist ein Durchbruch bei den Hausapotheken gelungen und konnte diese Woche im Nationalrat beschlossen werden.
Als Mitglieder des Gesundheitsausschusses haben wir in den Sitzungen des Gesundheitsausschusses sowie bei den Nationalratssitzungen wiederholt Maßnahmen zur Sicherung der Hausapotheken eingefordert.“, berichten die Nationalratsabgeordneten Martina Diesner-Wais und Angela Fichtinger.
„Wir freuen uns, dass wir heute einen großen Schritt machen, damit die frei werdenden Stellen von Allgemeinmedizinern auch in Zukunft nachbesetzt werden können. 130 Hausapotheken die akut von der Schließung betroffen waren, können so erhalten werden“.
Die Gesetzesänderung verbessert zum einen die Nachfolgeregelung: Es können künftig im Rahmen einer Ordinationsnachfolge Hausapotheken von Kassenärzten fortgeführt werden, wenn sie mindestens vier Kilometer von der nächstgelegenen Apotheke entfernt sind. Bisher musste der Abstand mindestens sechs Kilometer betragen. Zum Zweiten sieht die Novelle vor, dass in flächenmäßig großen Gemeinden, in denen schon eine Apotheke vorhanden ist, künftig ein Arzt auch eine Hausapotheke betreiben darf, wenn diese mindestens sechs Kilometer entfernt ist. Das war bisher in einem Gemeindegebiet – unabhängig von der Entfernung – generell nicht möglich.
„Es geht aber nicht nur um die Ärzte. Diese Regelung ist vor allem auch für die Patienten von Vorteil die nicht mobil sind. Zudem hat sich das Hausapotheken-Modell bewährt, es stützt vor allem kleine, peripher gelegene Arztpraxen und versorgt die Bevölkerung in zufriedenstellender Weise mit Medikamenten.“ berichten die Nationalratsabgeordneten Martina Diesner-Wais und Angela Fichtinger.
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