Für seine fahrenden Airbrush-Kunstwerke ist Silo Melmer bereits seit langem bekannt. Das neueste Gefährt des Imster Transportunternehmens übertrifft dennoch alles Bisherige. Der 17 Meter lange 60m³-Silo rollt nicht nur im lila-grünen Imst-Tourismus-Outfit durch Europa er führt ganz besondere Fracht mit sich: So lässt sich der Kippsilo-Auflieger in kürzester Zeit zur Kletterwand umfunktionieren, an der sich Klettermaxen in bis zu schwindelerregenden zehn Metern Höhe in Sachen Fingerspitzengefühl und Trittsicherheit beweisen können. Auch das Führerhaus der 440 PS-Sattelzugmaschine MAN TGX 440 EEV ist außen wie innen im Kletter-Design gehalten. Wobei die Boulder-Griffe dort vielmehr der Optik, als der Besteigung dienen. Silo und Führerhaus haben lebensgroß gemalt die Kletter-Asse Angy Eiter, Katharina Posch, Sandro Deutschmann, Mathias Posch und Stefan Brunner fest im Griff.
Niemand geringerer als der bekannte österreichische Airbrush-Künstler Knud Tiroch, der unter anderem auch die Formel-1-Boliden des Toro-Rosso-Teams besprühte, hat den Entwurf der Landecker West Werbeagentur verwirklicht. Obwohl Silo Melmer bereits seit Jahren mobile Kunstwerke in die Welt schickt, ist sich Simon Melmer sicher: „So etwas haben wir noch nie gemacht.” Selbst das Kennzeichen (IM Fels 1) lässt keinen Zweifel aufkommen, dass es sich beim jüngsten Melmer-Silozug um einen „echten“ Klettertruck handelt. Dass auch die Kletterroute mit ihren 30 Griffen nicht nur optische Zwecke erfüllt, demonstrierte Kletter-Ikone Angy Eiter am vergangenen Donnerstag bei der offiziellen Präsentation des bunten Gefährts vor Medienvertretern. Das außergewöhnliche Fahrzeug ist jedoch nicht „nur“ zum Klettern und Bewundern, sondern kommt auf den Straßen Österreichs, Süddeutschlands, Italiens, der Schweiz und Frankreichs zum Einsatz. „Die Ferienregion Imst ist wie kaum eine andere Region in Österreich mit dem Klettersport verbunden“, betont Imst Tourismus-Obmann Harald Bauer. Insgesamt 3.000 Routen in der Region und in unmittelbarer Umgebung bieten sowohl in- als auch outdoor verschiedenste Aufstiegschancen. Im Mittelpunkt steht das Kletterzentrum Imst, das bereits mehrmals Wettkampf-Schauplatz der internationalen Sportkletter-Szene war. Auf 1.420 m² Kletterfläche in der Halle und 1.312 m² am Kletterturm im Freien lassen 200 Routen Hochgefühle aufkommen.
Der rollende Kletter-Botschafter sei genau der richtige Weg, um dieses beeindruckende Angebot einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren, ist Bauer von der „Seilschaft“ mit dem Transportunternehmen überzeugt. Der Truck wird künftig nicht nur auf der Straße, sondern auch bei diversen Kletter-Events im In- und Ausland für Aufsehen sorgen. Der erste große Auftritt steht am 22. Juli 2012 beim Kletterfest in Nassereith auf dem Programm.






