24.05.2016, 13:27 Uhr

Cranio Sacrale Anwendungen - Schmerz als Schrei des Körpers nach fließender Energie

Nassereith: BELLA´s | Mit den Händen Hören!

Wie in Wellen fließt der Liquor in einem individuellen Rhythmus, der unabhängig von der Atmung und dem Herzschlag verläuft, vom Schädel (Cranium) entlang des Rückenmarkkanals zum Kreuzbein (Sacrum). Dieser normalerweise sehr stabile Cranio Sacrale Impuls kann durch schwierige Geburten, Unfälle, Krankheiten, Zahnbehandlungen und Zahnspangen, Lebenskrisen und Traumata ins Ungleichgewicht geraten und sich auf vielfältige - oft nicht damit in Verbindung gebrachte Weise - auf die Körperfunktionen und das Befinden auswirken.
Schmerz als Schrei des Körpers nach fließender Energie
Heute arbeiten schon viele CranioSacral Anwender und Therapeuthen mit Hebammen und Kindergartenpädagoginnen zusammen. "Denn je früher Blockaden aufgelöst werden, desto freier kann sich ein Mensch entwickeln." Wenn ein Kind bettnässt, kann das mit dem Schläfenbein zusammen hängen. Zahnspangen werden oft unterschätzt. "Hier wirken ständig Kräfte, die woanders hingehen können, zum Beispiel zur Wirbelsäule. Hat man Jahre später Bandscheibenprobleme, bringt man das nicht mehr mit der einstigen Zahnspange in Verbindung." CranioSacral hilft auch nach einer schweren Geburt oder einem Unfall, bei Essstörungen, Migräne, Tinnitus, Hyperaktivität, Ängsten, also immer dann, wenn etwas aus dem Lot geraten ist.
"Ich finde es spannend, wie sich der Körper selbst wieder in Einklang bringt." sagt Anita Moeseneder und viele Menschen die eine derartige Sitzung erlebt haben.

Meine persönliche Geschichte war genauso faszinierend wie begeisternd.Endlich war ich schmerzfrei, wo vorher schon so vieles versucht und angewandt war. Wenn ich schon früher davon erfahren hätte, hätte ich mir persönlich vieles erspart.

Das Cranio Sacral Balancing ist eine sehr effiziente, energetische Methode zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte, der "Heilung von Innen“. Bei dieser Methode wird insbesondere mit den Strukturen entlang der gesamten Wirbelsäule sowie dem Cranio Sacralen Impuls gearbeitet. Dieser kann mit den Händen erspürt werden, ist aber so fein, dass ihn die meisten Menschen bei sich selbst noch nicht wahrgenommen haben. Mit Hilfe sanfter manueller Techniken wird der körpereigene Rhythmus harmonisiert, energetische Blockaden gelöst und eine körperliche Reorganisation unterstützt. Der Behandelnde gibt zwar Impulse, aber er "korrigiert“ nicht manipulativ, sondern "begleitet“ und folgt so der inneren Schwingung des Körpers. Die meisten Menschen sind von den minimalen Impulsen während einer Cranio-Sacralen Anwendung überrascht, und jeder wird eine individuelle Reaktion seines Körpers erleben. Es kann sich eine tiefe Ruhe und wohlige Schwere bemerkbar machen, viele fühlen sich gelöster und entspannt oder schlafen sogar ein.

Vergleichbar mit dem Aufladen von Batterien kann der Körper Energie tanken und sich optimal regenerieren, das Immunsystem wird gestärkt und die Leistungsfähigkeit gesteigert. Ein Mensch, der "in seiner Mitte“ ruht, ermöglicht Selbstheilungsprozesse auf körperlicher und emotionaler Ebene. Er fühlt sich den Anforderungen des Lebens und dem täglichen Stress besser gewachsen. Je nach Anliegen werden Einzelsitzungen im Abstand von 2-3 Wochen vereinbart. Es wird keine Diagnose im medizinischen Sinn gestellt.

Geschichte des Cranio Sacral Balancing

Das Cranio Sacral Balancing entwickelte sich aus der Osteopathie nach Dr. Andrew T. Still (1828 - 1917). In der Osteopathie wird der Körper als eine ganzheitliche Einheit aus Körper, Geist und Seele betrachtet, der über Selbstheilungskräfte und Gesunderhaltungssysteme verfügt. "Ganzheitlich“ bedeutet nicht nur das Einbeziehen von Seele und Geist – Begriffe, die sich nur schwer fassen lassen und doch jeden Menschen entscheidend beeinflussen – sondern auch, den Körper des Menschen nicht in seine einzelnen Organbestandteile zu zerlegen.

Dr. William Garner Sutherland (1873 – 1954), seines Zeichens Osteopath und Schüler von Dr. Still, entdeckte, dass die zerebrospinale Flüssigkeit, die das Gehirn und Rückenmark umspült, rhythmisch pulsiert. Diese feinen rhythmischen Schwingungen finden 6-12 Mal die Minute statt und können weder der aktiven Atmung noch dem Herzrhythmus zugeordnet werden. Dr. Sutherland nannte diese rhythmische Beziehung zwischen Cranium (Schädel) und Sacrum (Kreuzbein), die in abgeschwächter Form auch in allen Gelenken und Körpergeweben spürbar ist, die "primäre Atmung“ - sie wird heute als Cranio Sacraler Impuls bezeichnet.

Dr. John E. Upledger, (1932 – 2012) Chirurg und Osteopath, beschäftigte sich in den 70er Jahren sehr intensiv mit Osteopathie und entwickelte darüber hinaus die "Cranio Sacrale Balance".
Quelle-Text: Angelika Erz, Methodenvertreterin für Cranio Sacral Balancing
Foto:fotolia
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