03.10.2016, 10:45 Uhr

Aktiver Nachdenkprozess der Schützen: 98 VertreterInnen des Viertels Oberland

Nach den ersten beiden „offenen Foren“ des Schützenviertels Tirol-Mitte in Absam und des Schützenviertels Osttirol in Kals/Großglockner setzte nun am vergangenen Samstag, 24. September 2016, das Viertel Oberland den Nachdenkprozess des Bundes der Tiroler Schützenkompanien erfolgreich fort. Bei diesem Termin in der Landwirtschaftlichen Lehranstalt in Imst nutzten 98 (!) TeilnehmerInnen, Schützen wie Marketenderinnen, von Jung bis Alt, die Möglichkeit, sich in anregenden Diskussionen zu Schützenthemen einzubringen. Mit viel Motivation, Ehrgeiz und Engagement beteiligten sich die Kompanien der 10 Bataillone am „Nachdenken über uns“! Viertelkommandant Major Fritz Gastl, selbst seit 1957 aktiver Schütze, freute sich über die rege Teilnahme ...
 
Mit der partizipativen Entwicklung eines Grundsatzdokuments will der Bund der Tiroler Schützenkompanien die Schützenwerte in der Betrachtung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft widerspiegeln. Auch der Landeskommandant, Major Mag. Fritz Tiefenthaler, freute sich über die aktive Teilnahme der Oberländer Schützenkompanien – immerhin steuerten knapp 100 TeilnehmerInnen in den insgesamt 25 Diskussionsrunden weitere wertvolle Inhalte für diesen nachhaltigen Nachdenkprozess bei:

„Wir wollen damit die Weichen für die zukünftige Ausrichtung und Schwerpunktsetzung des Tiroler Schützenwesens stellen.
Und dabei wollen wir alle Kompanien breit einbinden.
Die überaus positive Entwicklung dieses Nachdenkprozesses
macht mich stolz, es macht mir große Freude, Schütze zu sein!“
 Landeskommandant Major Mag. Fritz Tiefenthaler
 
Mit dem „Nachdenken über uns“ wolle man verstehen, welche Werte und Haltungen die Tiroler Schützen leiten, um das zukünftige Handeln daran auszurichten. Der Bund der Tiroler Schützenkompanien wird unter Miteinbeziehung einer breiten Basis, aller vier Schützenviertel und damit aller Kompanien, die zukünftige Schwerpunktsetzung der Tiroler Schützen entwickeln, verhandeln und abschließend von der Bundesversammlung beschließen lassen.
 
„Wir haben keine Identitätskrise – das möchte ich klarstellen! Ganz im Gegenteil. Gefestigt und gestärkt wollen wir uns gerade jetzt bewusst mit Grundsätzlichem und aktuellen Themen auseinandersetzen. Die überaus positive Entwicklung dieses Nachdenkprozesses macht mich sehr stolz!“ schließt der Landeskommandant ab.

Unter der bewährten Projektbegleitung von Sabina Frei und Annelies Pichler, beide sind freiberufliche Prozessbegleiterinnen aus Südtirol, konnten erneut wertvolle Inhalte gesammelt werden. Dabei wurden einige Themen zu Schützen-Grundsätzen diskutiert, ebenso das Jungschützenwesen, organisatorische und kommunikative Inhalte, bis zu persönlichen Anliegen. Mit viel Herz und Emotion nahmen sich die Oberländer Marketenderinnen und Schützen diesem Reflexionsprozesses an. Der 4. und letzte Viertelbildungstag findet am Samstag, 1. Oktober 2016, in Bad Häring statt.

Zur Sache:
Das Viertel Oberland gliedert sich in die zwei Schützenbezirke Imst und Landeck, die nahezu mit den politischen Bezirken ident sind, sowie den Bataillonen Ehrenberg und Lechtal im politischen Bezirk Reutte. Das Viertel umfasst somit 10 Bataillone (Talschaften).
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