02.09.2016, 10:03 Uhr

Alpeil-Wasser fließt nun bis nach Imsterberg

Beim Spatenstich für den neuen Hochbehälter in Imsterberg konnten die Gemeindeväter samt Tiwag-Granden so manches vermelden, das für alle Beteiligten von Vorteil sein sollte. Die Gemeinde Imsterberg sichert sich mit dem Hochbehälter, der aus dem Quellwasser der Tarrenzer-Alpeilquellen gespeist wird, auf viele Jahre eine hochwertige Trinkwasser-Versorgung. Das Drei-Millionen-Euro-Projekt wird durch einen großen Teil, nämlich 2,4 Millionen Euro, von der Tiwag finanziert. Damit kauft sich der Energieversorger des Landes von einer alten Verpflichtung frei, nämlich die Imsterberger mit drei Sekundenlitern Trinkwasser zu versorgen, nachdem man mit dem Bau des Kraftwerkes eine Quelle beanspruchte. In den vergangenen Jahren ist die Tiwag dieser Verpflichtung über die Grundwasser-Reservoires am Talboden nachgekommen. Alois Thurner, Bürgermeister in Imsterberg, freut sich über einen wesentlichen Fortschritt in der Infrastruktur seiner Gemeinde: "Nicht nur die Sicherung unseres Trinwassers ist mit dem Projekt gewährleistet. Auch das Leitungsnetz wurde und wird erneuert, dazu werden Leerverrohrungen verlegt und auch die Internetanbindung verbessert. Mit der Tiwag haben wir auf Augenhöhe verhandelt und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden." Das bestehende Netz der Trinkwasserversorgung für Imst, Tarrenz, Karres und Arzl wurde nun durch das neue Mitglied in Imsterberg erweitert. Damit die Versorgung auch gewährleistet ist, muss man die Leitungen in Kreisen konstruieren, an der Anschlussstelle bei der Autobahn wird derzeit noch gearbeitet. Auch eine Pumpstation muss unterhalb des Hochbehälters gebaut werden, der rund 300 Kubikmeter Wasser fasst. Beim Spatenstich waren neben den Tiwag-Vorständen Johann Herdina und Thomas Gasser auch Bauleiter Bernhard Kapferer, Planer Eugen Feichtig´nger, der Imster Stadtwerkechef Thomas Huber und natürlich Dorfchef Alois Thurner nebst zahlreichen Gemeinderäten vor Ort.

Technische Daten:
Mittels der geplanten Baumaßnahmen und durch den Bezug von Trinkwasser aus der Wasserversorgungsanlage Alpeil und der Wasserversorgungsanlage Imst der Stadtgemeinde Imst, soll eine langfristige Sicherstellung der Trink-, Nutz- und Feuerlöschversorgung für den Bereich Imsterau hergestellt werden. Weiter sollen die Druckverhältnisse in den verschiedenen Ortsteilen wesentlich verbessert werden und neue Siedlungsgebiete erschlossen werden.
Derzeit versorgt die TIWAG den Ortsteil Imsterau über einen Grundwasserbrunnen. Dies wurde nach der Errichtung des Kraftwerkes Runserau-Imst erforderlich, da die Imsterauer Quellen ausblieben.
Die neue Trinkwasserversorgung wird nun durch den Beitritt in den Wasserverbund Imst, gegründet im Oktober 1992, sichergestellt, in welchem auch neben der Stadtgemeinde Imst auch die Gemeinden Tarrenz, Arzl i.P. und Karres Mitglied sind.
Der Wasserbezug wurde mit 3 l/s festgelegt und durch den Erwerb eines Wasserrechtes an den Alpeilquellen sichergestellt.
Insgesamt werden 7.385 m Wasserleitungsstränge in den Dimensionen 100, 110, 125, 160 und 225 errichtet. Im Jahr 2016 werden davon ca. 4,5 km errichtet, nämlich jene Teile, welche für die Einspeisung des Trinkwassers in den neuen Hochbehälter erforderlich sind. Die Rohrleitungen beginnen in Imst bei er Imsterberger Brücke. Dort ist auch der Übergabeschacht situiert. Die Rohrleitungen werden unter A12 Inntalautobahn durchgepresst und dann an der Imsterberger Brücke befestigt. Auf dem Gemeindegebiet von Imsterberg führen die Rohrleitungen zuerst der Landesstraße entlang und dann parallel zur ÖBB-Trasse bis zum Ortsteil Unterhof und von dort weiter bis zum Pumpenhaus im Ortsteil Oberhof. Von dort führen die Rohrleitungen dann bis zum Hochbehälter.
Dieser ersetzt die bestehenden zu kleinen und 56 bzw. 90 Jahre alten Hochbehälter und hat einen 300 m³ Nutzinhalt.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. € 3.400.000. Davon werden heuer ca. € 2.000.000 verbaut.
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