29.07.2016, 11:19 Uhr

Asylheim Arzl im Pitztal - Selbstversorgerheim für vorerst zehn Flüchtlinge

Arzl im Pitztal: Gemeindesaal | Bei der gut besuchten Veranstaltung im Gemeindesaal wurde am Donnerstag die Arzler Bevölkerung über die Unterbringung von Asylwerbern zu vielen Fragen gut informiert.

Von Bürgermeister Josef Knabl und Vertreter der Tiroler Soziale Dienste, der Polizei und Caritas wurde den ZuhörerInnen viel Grundsatzinformation über die Einrichtung und das Arbeiten der Tiroler Soziale Dienst GmbH, über das Arbeiten mit Sicherheitsprotokollen und Schulungen der Polizei und im besonderen über das Vorhaben der Unterbringung von Flüchtlingen in Arzl gegeben.
Wie der Arzler Bürgermeister erklärte, wird das Haus in ca. drei Wochen bezugsfertig saniert sein. Es wird ein Mietvertrag für drei Jahre abgeschlossen.
Vorerst sollen zehn Asylwerber das Heim bewohnen und wenn alles gut läuft, wird bis zu neunundzwanzig Einzelpersonen mit Betreuung aufgestockt.

Bei der nachfolgenden sachlich und ruhig geführten Podiumsdiskussion konnte die Bevölkerung ihre Vorschläge zur Integration, aber auch Fragen über eventuelle Bedenken vorbringen. Dies wurde vor allem von Bewohnern aus der unmittelbaren Nachbarschaft des Asylheimes, aber auch aus anderen Ortsteilen bestens genutzt.
Zu den allgemeinen Fragen über Asylanten und deren Integration aber auch zu Bedenken, vor allem bei weiblichen Dorfbewohnerinnen konnten die "Fachleute" gut Informieren und ausführlich Antworten geben.
Zu einigen "brennenden" Asylfragen wie z.B. ob man so verschiedene Kulturen integrieren kann, ob die Identität der Asylwerber hundertprozentig feststellbar ist, über die Aufenthaltsdauer (was geschieht mit den Leuten nach Asylbescheid - wie viel Sinn macht das Bemühen zur Integration wenn die Heimbewohner in ganz verschiedenen Zeitabständen immer wechseln), oder wie viel Flüchtlingen kommen noch (hier wird auch schon von einer großen Anzahl von Klimaflüchtlingen gesprochen) konnten auch die Vertreter aus Sozialem Dienst, Caritas oder Exekutive keine passenden Antworten finden.

Zum Schluss der Fragestunde zeigte sich Bürgermeister Knabl zuversichtlich, dass es in Arzl bei einem respektvollen und vorurteilslosen Umgang der Bevölkerung und der Asylwerber, miteinander zu einer gemeinsamen Lösung zur Integration der Flüchtlingen im Dorf kommen kann. Alle die mit ihrer Mithilfe persönlich dazu beitragen wollen, können sich jederzeit gerne in der Gemeinde melden.

Für alle Fragen über Pro und Kontra, oder eventuell Meldungen auftretenden Unregelmäßigkeiten stehen der Bürgermeister, die Tiroler Soziale Dienste und der Sicherheitsdienst der Polizei jederzeit zur Verfügung.
2016.07.23
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