07.08.2016, 20:18 Uhr

Beeindruckende Vorführung der Polizeidiensthunde im Rahmen der Imster SoFuZo

v.l.n.r. Rev.Insp. Andreas Auer, Tatjana Stimmler, Stadtmarketing Imst/Organisation SoFuZo, Gr.Insp. Heinrich Rangger, Bez.Insp. Landesausbildner Dietmar Lintner, ChefInsp. Kommandant der Polizeiinspektion Imst Engelbert Plangger, Rev.Insp. Markus Dirlinger, nicht im Bild aber auch Teil der Vorführung Gr.Insp. Christian Scherl
IMST(alra). Im Rahmen der Sommerfußgängerzone in Imst bot am 6. August die Bundespolizei einen informativen und spannenden Einblick für zahlreiche Interessierte. Am Johannesplatz wurden Einsatzfahrzeuge und Equipment präsentiert, aber auch zahlreiche Fragen rund um das Tätigkeitsfeld der Polizei und die Kriminalprävention wurden ausführlich beantwortet.

Als besonderes Highlight gestaltete sich die eindrucksvolle Vorführung einer Abordnung von Hundeführern aus dem Bezirk Imst, dem Bezirk Landeck und der Diensthundeinspektion Innsbruck. Drei Programmabläufe absolvierten die Diensthundeführer mit ihren Vierbeinern am Nachmittag, wobei unterschiedliche Spezialausbildungen vorgestellt wurden. Zum Einsatz kamen ein Suchtmittelspürhund, 4,5 Jahre alt, ein Sprengstoffsuchhund, 3 Jahre alt - beide Hunde bereits mit abgeschlossener Ausbildung, sowie drei Junghunde, die sich derzeit noch in Ausbildung befinden und ein erfahrener Spezialfährtenhund, der für äußerst schwierige Einsätze herangezogen wird.

Die Vorführung begeisterte das Publikum in Imst, eindrücklich wurde die konzentrierte Aufmerksamkeit veranschaulicht, mit der die klugen Vierbeiner sich an ihren Hundeführern orientieren, gehorsam Übungen absolvieren und ihre Tätigkeiten ausführen. Die Szenarien zeigten die Suche, das Aufstöbern von Gegenständen, das Verweisen, das Überwältigen eines Täters sowie Abfolgen aus der Unterordnung und des Gehorsams. Methoden der positiven Bestätigung zur Bestärkung werden bei der Ausbildung herangezogen, spielerisch werden die Hunde an ihre großen Aufgaben herangeführt - die Freude am Lernen und Arbeiten, sowie die Bindung zu den Hundeführern gilt als wichtiger Bestandteil - dies wurde bei der Vorführung in Imst besonders gut sichtbar.

Mit acht Wochen kommt ein Welpe üblicherweise zum Hundeführer, es erfolgt dann zuerst eine Grundausbildung im eigenen Bundesland und im Bundesausbildungszentrum Bad Kreuzen OÖ, wobei die Hundeführer 13 Wochen Vorort bleiben, dieser Abschnitt ist dann bis zum 2. Lebensjahr des Hundes abgeschlossen.

Anschließend wird nach Bedarf und Eignung die Spezialausbildung angetreten. Zur Auswahl stehen die Ausbildungsbereiche zum Spürhund für Suchtgift, Sprengstoff, Bargeld, Brandmittel, Spezialfährten, Blut u. Leichen, sowie Lawinen. Das Intensivtraining wird in 8 bis 10 Wochen Ausbildungszeit absolviert.

Eine bundesweite Kommission überprüft abschließend die Einsatzfähigkeit der Diensthunde, bevor sie dann tatsächlich mit ihrem Hundeführer den täglichen Dienst versehen. Ausbildungskriterien und aktuelle Standards werden jedoch weiterhin über die gesamte Dienstzeit in Fortbildungen vermittelt.

In Tirol stehen derzeit an der DHI IBK 15 Hundeführer, ebenfalls in Innsbruck ein Landesausbildungsleiter und in den Bezirken 9 Hundeführer im Einsatz.

Die Auswahl der Hunde für den Polizeidienst erfolgt vorwiegend aus den Rassen deutscher Schäferhund, belgischer Schäferhund,
holländischer Schäferhund, Rottweiler und Riesenschnauzer - diese Tiere sind erfahrungsgemäß am Besten für die intensive Arbeit geeignet. Wobei körperliche und charakterliche Eigenschaften des Hundes gleichermaßen extrem hohen Anforderungen standhalten müssen.

Grundvoraussetzung für die gelungene Ausbildung eines Polizeidiensthundes ist auch die Fähigkeit des Hundeführers mit seinem Hund ein uneingeschränktes Team zu bilden. Dazu gehört eine intensive Bindung, die weit über Dienstzeiten und Einsätze hinausreicht, die Hunde leben immerhin auch in der Freizeit bei den Hundeführern. Durch eine sich ständig aufbauende Beziehung, konsequente Arbeit und besonnene Erfahrung im Umgang mit dem vierbeinigen Partner kann ein Höchstmaß an Verlässlichkeit erreicht werden, das im Einsatz bzw. im Ernstfall über Erfolg und Sicherheit entscheidet.
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