22.09.2016, 17:31 Uhr

Blühende Straßen - Blumen statt Asphalt

Oberlängenfeld: Naturparkschule | Europäische Mobilitätswoche 2016
Malaktion "Blühende Straßen"
Kinder und Jugendliche verwandeln in der Europäischen Mobilitätswoche graue Asphaltflächen in kreative, bunte Lebensräume.


Statt grauem Beton und Asphalt sollen in der Mobilitätswoche Malereien von Blumen, Wiesen, Bäumen, Tieren, Teichen die Straßenflächen schmücken. "Blühende Straßen", ist der Titel des Wettbewerbs, zu dem das Klimabündnis österreichische Schulen und Gemeinden abermals für den Zeitraum vom 16.-22.9.2016 aufruft.

(Text von Homepage Klimabündnis www.mobilitaetswoche.at)

Pro Vita Alpina GFin Florentine Prantl und VDin der Naturparkschule VS Längenfeld Mirjam Brenn haben sich entschlossen, durch die Teilnahme an der Aktion des Klimabündnis Österreich auf die traurige Situation der Kinder auf dem Schulvorplatz aufmerksam zu machen. Der Naturpark Ötztal vertreten durch Patrizia Plattner ist als wichtiger Partner mit eingebunden.

Leider gibt es rund um die Schule keinen Platz mehr, auf dem die Kinder im Grünen ihre Pausen verbringen können. Der Parkplatz vor der Schule ist durch das Absperrband, das täglich von den Lehrerinnen und Lehrern aufgebaut wird, die einzige Ruhezone für die Kinder außerhalb der Schulmauern.

Die Situation der VS Kinder Gries gestaltet sich im Gegensatz dazu beinahe „paradiesisch“, aus Solidarität und weil viele der Kinder nach der VS in Gries in die Naturpark Mittelschule wechseln, die mit der gleichen Situation, wie die VS belastet ist, schließt sich die VS Gries mit VD Philip Schöpf dem Projekt an.

Mit „Blumen statt Asphalt“ wollten der Kulturverein und die Naturparkschule den Kindern die Möglichkeit geben, sich an einem Tag den Freiraum zu erspielen, den sie eigentlich das ganze Jahr über in der Nähe des Schulhauses brauchen würden. Der Parkplatz vor der Schule ist ein wichtiger Teil des Lebensraums unserer Volksschulkinder. Dieser Lebensraum wurde nun zumindest für einen Tag bunt und kindgerecht gestaltet werden.

Landart Projekt mit der Silzer Künstlerin Ursula Beiler www.urbeil.eu

Bei einem kleinen Spaziergang in die nahegelegene Klamm könnten die Kinder Äste und Blätter sammeln. Sie bekamen dafür Papiertaschen. Mit Spielen und einer Ralley über Stock und Stein wurde der Spaziergang ein aufregendes Erlebnis, das es möglich macht Natureindrücke zu sammeln. Die gesammelten Blätter und Äste wurden zum Schulplatz gebracht. Hier hat die Künstlerin Ursula Beiler mit den Kindern ein Mandala aufgelegt.

Der Schulplatz wurde zu einem Bastelplatz umgebaut und eingerichtet. In einem Stationenbetrieb könnten die Kinder unterschiedliche Dinge basteln, malen, zeichnen. Die Kinder verwandelten sich mit selbstgebastelten Kronen in Waldelfen und Baumkönige. Mit Straßenmalerei wurde der Parkplatz in eine blühende Sommerwiese verwandelt. Hier konnten die Kinder mit Schablonen, Straßenkreiden, Kreidenspray und anderen Materialien ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Mit Blättern und Ästen, Kleber, Pinsel, Farbe auf großem Papier oder einer Postkarte konnte sich jedes Kind eine Blumen-Collage machen.

Blumen sollen nach dem Winter dann immer noch auf dem Schulplatz blühen. Wir haben eine Blumenzwiebelpflanzaktion gemacht. In großen und kleinen Blumentöpfen wurden Blumenzwiebel gepflanzt, die nach dem WInter hoffentlich in allen Farben des Regenbogens erblühen.

Das Team des Elternverein der Naturparkvolksschule Längenfeld stellte eine „Gesunde Jause“ für die Kinder zur Verfügung, es sind engagierten Eltern, die sich um die Ernährung der Kinder an diesem Schultag ganz besonders kümmern. Das Erleben eines gemeinsamen Essens und von gesunden und regional produzierten Lebensmitteln ist unerlässlich.

Die Schule ist ein Ort, an dem die Kinder einen wesentlichen Teil ihrer Zeit verbringen. Erziehung und Bildung sind die obersten Ziele, damit die "Kleinen" den bestmöglichen Start ins Leben bekommen! Mit dem Projekttag haben wir einen Beitrag dazu leisten dürfen.

Das von Lehrer Werner Rausch selbstgeschriebene Naturparkschule Lied wurde zum Abschluß des vormittags gleichzeitig ein Aufruf an alle Erwachsenen, sich um Plätze für Kinder zu kümmern.
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