18.08.2016, 15:31 Uhr

Das Beste ist gerade gut genug für Gerhard Maass

Gerhard Maass und JW-Obmann Heiko Luchetta (Foto: Archiv)

Verbaler Vorgeschmack auf oberländer Spezialitäten nach dem Motto "was die Schotten können, das können die Oberländer schon lange" wird aus heimischen Getreide Whiskey gebrannt.

Einen unerwarteten Anblick bietet die wahrscheinlich größte und höchstgelegene Marillenanlage Europas in Prutz. Auf einer Seehöhe von rund 900 Metern rechnet man wirklich nicht mit einer Obstbaumplantage dieser Größenordnung und schon gar nicht in bereits mehrfach prämierten Qualität. "Fast zu schade zum Einkochen", meint der "Turabauer" Gerhard Maass beim Anblick seiner aromatischen Köstlichkeiten. Die Marmelade der Tiroler Bergmarille gehört zur mittlerweile unendlich scheinenden Produktpalette von Maass. "Ausschließlich Premiumqualität, etwas anderes kommt mir nicht ins Glas oder in die Flasche", stellt der zu Recht stolze Besitzer von ungefähr 10 Tausend Marillenbäumen fest. Appropos Flasche, in seinem sehenswerten Schauraum in Prutz ist eine unglaubliche Vielzahl an Schnäpsen und Likören in eine haushohe Zirmschnecke gesteckt. Im Herzen der Schnecke verbirgt sich die Verkostungsnische, die optisch wie kulinarisch puren Hochgenuss zu bieten hat. Trotz des bereits hochkarätigen und vielseitigen Sortiments, ist der Obstbaupionier noch lange nicht ideenlos und strotzt geradezu vor Tatendrang. Zur Zeit arbeitet Maass an einem Whisky aus der speziell im Tiroler Oberland angebauten "Fisser Gerste". Diese Gerste hat eine lange Geschichte zu erzählen und feiert ihre Wiedergeburt dank Heimatverbundenheit von Christian Sturm, der in Gehard Maass einen Verbündeten in Sachen Regionalität gefunden hat. Beide standen am Anfang ihrer Tüftelei großen Schwierigkeiten gegenüber. Sturm weil er zuerst kein keimfähiges Getreide finden konnte und Maas musste nach erfolgtem Anbau und Ernte mit dem erhöhten Eiweißgehalt der Gerste das Brennen quasi neu erfinden. Doch wie das Sprichwort schon sagt, gut Ding braucht lang Weile, ist der erste goldene Tropfen im Eichenfass und wartet nun zehn Jahre auf die Abfüllung in das edle Fläschchen. Wir warten gespannt.
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