20.04.2016, 11:39 Uhr

Der Andrang war enorm - Asylwerberdebatte in Tarrenz musste zwei mal verlegt werden

Asylwerberdebatte Tarrenz
Eigentlich war es als Informationsabend in kleinerem Rahmen, über die Unterbringung von Asylwerbern in Tarrenz geplant, doch als man das grosse Interesse der Bevölkerung bemerkte, verlegte man die Veranstaltung kurzerhand in den Mehrzwecksaal der örtlichen Schule, doch auch dieser war dem Andrang nicht gewachsen, sodass die Verantwortlichen nochmals reagierten. 15 Minuten später saßen gut und gern 200 Personen auf den rasch organisierten Stühlen im Sportsaal.

Bürgermeister Rudolf Köll begrüßte und dankte für das grosse Interesse an diesem nicht unheiklen Thema, welches die Gemeinde Tarrenz seit kurzem beschäftigt. Er betonte das nun endlich die Zeit gekommen wäre, miteinander zu reden und informiert zu werden.

Helmut Schöpf erklärte die Funktion der Tiroler Sozialen Dienste Gmbh, welche es sich zur Aufgabe macht, Asylwerbern kurz- oder langfristig ein Dach über dem Kopf zu garantieren und sie beim Prozedere des Asylwerberantrages zu unterstützen.

„Ängste sind da und werden natürlich gehört“, man wisse um die Probleme der Flüchtlinge und leiste viel Vermittlungs- und Aufklärungsarbeit, so Obstl. Hubert Juen, Bezirkspolizeikommandant Imst.

Anschließend hatten die Besucher die Möglichkeit ihre Bedenken, Ängste, aber auch positiven Erfahrungen zu diesem Thema zu diskutieren, die 6 Vertreter der jeweiligen Institutionen standen Rede und Antwort zu dem, was die Tarrenter zu diesem Thema bewegt.

Der Andrang der Fragesteller war gross, Sicherheit,
Familiennachholung, Unterkünfte und gegensetzliche Kulturen
waren nur einige wenige Themen welche die Bevölkerung bewegt.
Viele Fragen wurden beantwortet, manches Probleme gelöst.
Jedenfalls wurde aufgeklärt und somit manche Unsicherheit gegenüber Flüchtlingen genommen.

Kirsten Mayr vom Integrationsbüro Imst machte darauf aufmerksam, dass Ängste nur abgebaut werden können, wenn Begegnungen stattfinden und somit gegenseitiger Respekt aufgebaut wird.


Die Worte eines Besuchers, „Würden wir denn nicht alle unsere Heimat
vermissen?“ ließen Emotionen hochkommen, beim Gedanken daran seine Liebsten verlassen zu müssen und zu flüchten.
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