25.06.2016, 17:17 Uhr

Herbert Pixner Projekt begeisterte beim ArtClub Sommer Open Air im herrlichen Imster Stadtpark

IMST(alra). Sowohl musikalisch als auch temperaturtechnisch standen beim ArtClub Open Air am Donnerstag in Imst alle Zeichen auf "Sommer". Pünktlich zum Konzert des Herbert Pixner Projekts, das mit einer Mischung aus neuem Programm aus der aktuellen CD "Summer" und Highlights der letzten Jahre in Bestform auftrat, entschlossen sich auch die Temperaturen endlich für beachtliche Höchstleistungen.

Herbert Pixner, der Mann der viele Talente in sich vereint, mühelos und stilsicher vom wortgewandten Alleinunterhalter zum charismatischen Musiker wechselt, beeindruckte einmal mehr das Imster Publikum. Genial präsentierte sich der Multiinstrumentalist an der diatonischen Harmonika, Klarinette, Trompete, Flügelhorn und dem Saxophon und reizte leidenschaftlich die Möglichkeiten jedes einzelnen Instrument auf unverkennbare Art aus.

Gemeinsam mit den Vollblutmusikern Heidi Pixner, Tiroler Volksharfe, Manuel Randi, Gitarre und Werner Unterlercher am Kontrabass trat Pixner im herrlichen Imster Stadtpark auf um "finest handcrafted music from the Alps" zu bieten. "Handgemachtes" verpackt in einen weltumspannenden Ausflug durch Stile und Kulturen, vereint in unglaublicher Leichtigkeit mit der sich die Musiker durch die Klanglandschaften bewegten - stets mit Bedacht auf kitschlos bediente Traditionen und offen, authentisch angelegte Vielfalt. Eine Kombination mit der sich das Pixner Projekt vom Mainstream abhebt und Genre und Trends nicht als trennenden Faktor in den Raum stellt, sondern neue innovative Verbindungen aus den musikalischen Essenzen schafft.

Der sich ständig weiterentwickelnde Bandsound ist da und dort durchaus noch etwas kräftiger geworden, gut spürbar am rockig anmutenden Einsatz der halbakustischen Gretsch Gitarre durch Randi - ein wenig mehr Opulenz im Gesamten vertrug sich aber durchaus gut mit den vielen Feinheiten im Spiel. Rasante Dialoge lieferte sich Pixner mit dem virtuosen Manuel Randi, die beiden trafen sich voller Spannung zum musikalischen Schlagabtausch auf höchstem Niveau - etwa beim Stück "Scirocco" - sehr zur Freude des Publikums, das sich von der Dynamik mitreißen ließ. Kompakt getragen wurden diese spielerischen Ausbrüche von Heidi Pixner und Werner Unterlercher, die mit Harfe und Kontrabass den Rhythmus, teilweise atemberaubend vorantrieben. Trotzdem sind es auch gerade die Gefühlsbetonten Tiefen, besonders spürbar in der wunderbaren Komposition "Morgenrot", die das Spiel des Quartetts so einmalig auszeichnen und das Publikum in eine beinahe lautlos-ehrfürchtige Aufmerksamkeit ziehen.

Bei flotten Gipsy Klängen mit "Gitanes", "Djanga Sai" mit besonderer Percussion-Performance, mit dem heimatlich anmutenden lieblichen "Nur für dich allein", Liedern zwischen Bossa und Jazz, bis hin zu einer Fusion von bayrischem Zwiefachen und Michael Jackson in Form von "Dirty Kathy"- voller Spielfreude und Leidenschaft holte das Herbert Pixner Projekt die Fans im stimmungsvollen Stadtpark Konzert dort ab, wo sich Herz und Ohr, Leidenschaft und Können auf höchstem Anspruch musikalisch verbinden.
Die Begeisterung war riesig und Pixner verlängerte auf intensiven Wunsch um eine ausgedehnte Zugabenrunde, die sowohl beim Publikum als auch auf der Bühne für einen großartigen Abschluss des Konzertabends sorgte.
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