06.09.2016, 14:20 Uhr

Neue Gemüsevielfalt in Tirol

Karl Ischia (WK-Berufsgruppensprecher Sparte Handel), Alfred Unmann (LK-Gemüsebaureferent), LK-Präsident Josef Hechenberger, Josef Schirmer (Obmann Tiroler Gemüsebauern) und Martin Witting (Handelshaus Wedl)

Gemüsetechnisch dominieren auf dem Versuchsfeld in Rum momentan die unterschiedlichsten Violetttöne – ein Zeichen dafür, dass der heurige Anbauschwerpunkt von Erfolg gekrönt ist: Verschiedene Melanzanisorten sowie Artischocken können jetzt geerntet werden.

Nach dem erfolgreichen Anbau von Knoblauch, Süßkartoffeln und vielen verschiedenen Gemüsespezialitäten wurden auf dem Versuchsfeld von Josef Schirmer, Obmann der Tiroler Gemüsebauern, in diesem Jahr unter anderem erstmals Melanzani und Artischocken gepflanzt. „Dieses Versuchsfeld hat sich in den letzten Jahren bewährt. Da der Gemüsebau stark von Klimaextremen und den Auswirkungen des Klimawandels beeinflusst wird, ist es wichtig, neue Anbaumöglichkeiten zu erproben“, so Schirmer. Damit eröffnen sich einerseits Chancen für die Gemüsebauern, andererseits profitiert auch der Handel von einem umfangreichen Sortiment aus heimischer Erzeugung: „Unsere Kunden schätzen die hohe Qualität des regionalen Gemüses. Dass das Angebot dabei immer vielfältiger wird, ist neben den kurzen Transportwegen ein weiterer positiver Aspekt“, erklärt Karl Ischia, WK-Berufsgruppensprecher der Sparte Handel.

Buntes Gemüse in den Regalen
Nach Ende der Saison werden die neuen Gemüsesorten bewertet, um herauszufinden, welche sich davon für den großangelegten Anbau eignen. „Dabei ist wichtig, dass das Gemüse durch eine tolle Optik und natürlich in Geschmack und Qualität überzeugt“, weiß LK-Präsident Josef Hechenberger. „Dieser Innovationsgeist und das hohe fachliche Know-how der Tiroler Gemüsebauern ist bewundernswert und leistet einen wertvollen Beitrag zum Erhalt und zum Ausbau der Vielfalt in der Tiroler Landwirtschaft!“
Koordiniert werden diese jährlichen Versuche zur Sortimentserweiterung von LK-Gemüsebaureferent Alfred Unmann. Heuer wurden auf dem Versuchsfeld vier Arten angebaut, wobei der Schwerpunkt auf Artischocken und Melanzani gelegt wurde. „Allein bei den Melanzani stehen sechs unterschiedliche Sorten am Feld. Dabei haben wir neben dem braun-violetten Standardprodukt auch Sorten mit kugelförmigen und länglichen, sowie weißen, violetten und gestreiften Früchten angebaut“, erklärt Unmann. Aufgrund der langen Nässeperiode ist ein Teil der Früchte durch Fäulnis unbrauchbar geworden, aber ein sonniger, warmer September könnte noch für eine durchaus zufriedenstellende Ernte sorgen.
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