24.08.2016, 10:19 Uhr

Pro Life Marsch 2016:

Keine Abtreibung in öffentlichen Landeskrankenhäusern

Zu Fuß von Innsbruck nach Bregenz für das Menschenrecht Leben
Am 20. August startete die Jugend für das Leben den diesjährigen Pro-Life-Marsch in Innsbruck. Unter dem Motto „Wie weit würdest du gehen, um ein Menschenleben zu retten?“ marschieren einige Dutzend Jugendliche 250 km zu Fuß nach Bregenz. Die Marschteilnehmer wollen die Landesregierungen Westösterreichs in ihrem Standpunkt bestärken, keine Abtreibungen an öffentlichen Krankenhäusern einzuführen, sondern Frauen im Schwangerschaftskonflikt echte Hilfe anzubieten. Während des Marsches, der eine Empfehlung von Kardinal Schönborn genießt, finden Vorträge und Informationsaktionen statt. „Wir wollen öffentlich für das Lebensrecht unserer ungeborenen Mitmenschen einstehen“, erklärt Carina Eder, Pressesprecherin von Jugend für das Leben. „Und wir wollen aufzeigen, dass es für Frauen im Schwangerschaftskonflikt immer eine Alternative zur Abtreibung gibt“. Vom Dienstag, 23.8. bis Mittwoch, 24.8. wanderte die Dekanatsjugendstelle Imst von Mieming nach Weißenbach im Lechtal mit.

Ein Weg voller Erlebnisse mit Empfehlung von Kardinal Schönborn

Die Strecke von fast sechs Marathons wird von einem vielfältigen Programm begleitet: Mit insgesamt drei Bischofs-Festmessen, 37 öffentlichen Veranstaltungen und 140 Programmpunkten treten die Jugendlichen für ein kompromissloses Menschenrecht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod ein. Dabei ist es den Teilnehmern auch wichtig, dass Betroffene einer Abtreibung nicht verurteilt, sondern in der Bewältigung des Erlebten Unterstützung erfahren. 
Kardinal Christoph Schönborn gab seinen Segen für den Marsch im Vorfeld: „Gerne empfehle ich die Sommeraktion von ‚Jugend für das Leben‘, den ‚Pro Life Marsch 2016‘.“ Der Marsch weise, so der Kardinal, insbesondere junge Menschen auf das „Evangelium vom Leben“ hin. 

Gegen Abtreibungszwang für Ärzte in Westösterreich

Zum Auftakt des Marsches veranstalteten Mitglieder der Jugend für das Leben eine Kundgebung vor der Annasäule in der Maria-Theresien-Straße in der Innsbrucker Fußgängerzone. Dabei forderten sie eine offene Diskussion, in der die schwierige Situation von Frauen im Schwangerschaftskonflikt ernst genommen wird. Ebenso soll versucht werden, positive Lösungen ohne ideologische Scheuklappen zu finden. „Die Einführung von Abtreibungen an öffentlichen Krankenhäusern wäre keine Errungenschaft, sondern ein gesellschaftlicher Rückschritt“, betonten die Jugendlichen. Ziel müsse der Ausbau von schon existierenden Unterstützungsangeboten bzw. flächendeckende Informationen diesbezüglich sein. Denn, auch Ärzte wollen keine Abtreibungen in den Landeskrankenhäusern. Das zeige sich im Gespräch mit Ärzten, unterstrich die Jugendorganisation. „Das gesetzlich verankerte Recht auf Gewissensfreiheit muss auch für Ärzte bestehen bleiben. Niemand darf zur Durchführung einer Abtreibung gezwungen werden.“

Dekanatsjugendstelle Imst wanderte zwei Tage mit

Auch Dekanatsjugendseelsorger Diakon Andreas Sturm schloss sich den Jugendlichen mit 6 jungen Imstern ab Mieming an. Von dort gings über Obsteig zur Marienbergalm, wo Diakon Andreas Sturm einen Wortgottesdienst feierte. Er betonte die Wichtigkeit des Lebensschutzes und der Pro Life Bewegungen und lobte die Jugendlichen für ihren wichtigen Einsatz. Anschließend gings weiter nach Ehrwald, wo die Unterkunft für den nächsten Tag vorbereitet war. Um 20:00 Uhr empfing Bürgermeister Mascher in Biberwier die Jugend für das Leben im Gemeindesaal zu einem Vortrag „Mut zum Leben“. Julia Kopp (22 Jahre), Mitglied der Jugend für das Leben, gab ein bewegendes Zeugnis. Sie wurde mit 19 schwanger und trug ihr Kind trotz großer Widerstände und schwierigsten Umständen aus. Sie sagte, dass viele Frauen dadurch in die Abtreibung gedrängt werden, weil sie keine Hilfe und Unterstützung ihres Umfeldes erfahren. Oft hätten die Frauen das Gefühl, die Abtreibung sei für sie der einzige Ausweg aus ihrer Situation. Sie sagte, dass oft auch nur einfache gute Worte reichen, um den Frauen Sicherheit und Halt zu geben.
Die Jugend für das Leben wird weiter nach Vorarlberg gehen und am 3. September in Bregenz eintreffen. Ein täglich aktualisierter Blog wird unter www.jugendfuerdasleben.at/plm-blog geführt.
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