04.08.2016, 14:02 Uhr

Sautens ist ein "Ort des Respektes"

Neuer Rekord: Mehr als 800 Initiativen aus ganz Österreich bewerben sich um Preisgelder von insgesamt 37.000 Euro. 25 Projekte wurden in Tirol als „Orte des Respekts“ nominiert, darunter auch die Ötztaler gemeinde Sautens. Der Verein Sautner Hoffnung unterstützt Flüchtlinge und möchte eine Brücke zwischen Flüchtlingen und Einheimischen sein. Durch konkrete Maßnahmen werden die Lebensumstände und die Integration von Flüchtlingen verbessert. Ehrenamtliche unterstützen die AsylwerberInnen und anerkannten Flüchtlinge durch Deutschkurse für Kinder und Erwachsene, Kleiderlager, Freizeitaktivitäten, Nachbarschaftshilfe, Hilfe bei der Arbeits- und Wohnungssuche, Hausaufgabenbetreuung, etc.
Gemeinsam mit Flüchtlingen werden Projekte wie etwa Fußballturniere, Grillfeste oder Theaterstücke durchgeführt, um Menschen näher zusammenzubringen. Dabei sollen sich alle auf gleicher Augenhöhe begegnen, um Platz für Dialog und Kennenlernen zu schaffen.
Die Begegnung zwischen Flüchtlingen und der Tiroler Bevölkerung und die Überzeugung, dass Flucht kein Verbrechen ist und Flüchtlinge eine Bereicherung für unsere Gesellschaft sind, motiviert den Verein sich zu für sie einzusetzen.
Homepage des Projekts: http://www.diesautnerhof-fnung.orgMit dem Wettbewerb „Österreich sucht die Orte des Respekts“ hat der Verein Respekt.net heuer zum zweiten Mal Projekte und Initiativen gesucht, die das Zusammenleben in unserer Gesellschaft positiv gestalten. Mehr als 800 Projekte aus ganz Österreich wurden eingereicht, 449 erfüllen die Wettbewerbskriterien und sind als Orte des Respekts nominiert. Eine hochkarätige Jury wählt nun aus diesen Projekten neun Landessieger und einen Bundessieger. Unterstützt wird der Wettbewerb von Raiffeisen, UNIQA Österreich, Kahane Foundation und den Österreichischen Lotterien.
„Der Wettbewerb hat das Ziel, zum Mitmachen oder zur Nachahmung anzuregen und die Menschen hinter den Projekten auszuzeichnen, die ihr Engagement oft für selbstverständlich halten“, so Lena Doppel, geschäftsführende Präsidentin des Vereins Respekt.net über den Wettbewerb. Mit mehr als 800 eigenreichten Initiativen wurde nun ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt. Beim ersten Wettbewerb im Jahr 2014 wurden rund 600 Projekte eingereicht und rund 150 von ihnen als „Orte des Respekts“ nominiert.

Breites Spektrum an Projekten

Die 826 eingereichten Projekte aus allen Bundesländern decken die gesamte Bandbreite gesellschaftlichen Engagements ab. 449 von ihnen erfüllen alle Wettbewerbskriterien (Nachhaltigkeit, Vorbildwirkung, Kreativität, Wirkung auf die Gesellschaft, Gleichbehandlung aller Menschen und Einbindung unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen) und sind als „Orte des Respekts“ nominiert. Die Bandbreite des Engagements reicht von Bildungs-, Kultur- und Umweltinitiativen über Nachbarschaftshilfe und einem breiten Spektrum an Inklusions- und Integrationsprojekten, bis zu politischem Engagement.
Tirol: Kreative Antworten auf aktuelle Herausforderungen
Ein interkultureller Gemeinschaftsgarten, in dem Menschen aus 27 verschiedenen Nationen miteinander gärtnern. Ein Laden, in dem nicht länger gebrauchte Dinge kostenlos für jene bereitstehen, die Verwendung dafür haben. Ein Feriencamp für stotternde Kinder. Trauerräume, die dem/r Einzelnen helfen, Tod, Trauer und Abschied im Leben einen Platz zu geben... Die 25 „Orte des Respekts“ in Tirol zeigen auf, wie ideenreich das soziale Engagement der Tiroler/innen aussieht und wie viel man mit einer guten Idee und Engagement zu einem besseren Miteinander beitragen kann.

Jury wählt Landes- und Bundessieger

Die Jury, bestehend aus Bettina Reiter (Vorstand Verein Respekt.net), Heide Schmidt (ehemalige Abgeordnete zum Nationalrat), Terezija Stoisits (Politikerin, Die Grünen), Kathrin Zechner (Fernsehdirektorin des ORF), Franz Meingast (Vorstand UNIQA Österreich Versicherungen AG), Karl Sevelda (Vorstandsvorsitzender Raiffeisen Bank International AG) und Roland Wadl (Vorstand Verein Respekt.net), wählt die neun Landessieger und aus diesen den Bundessieger. Die Landessieger erhalten je 2.000 €, der Bundessieger zusätzlich 10.000 € Preisgeld.

Landkarte des gesellschaftlichen Engagements

Eine interaktive Landkarte auf der Website www.ortedesrespekts.at erfasst alle Orte des Respekts in Österreich. So kann das Land auf eine neue Weise erkundet und in der eigenen Stadt oder Gemeinde nach teilnehmenden Projekten gesucht werden.
9.000 € Preisgeld der Respekt.net-Community
Zusätzlich vergibt die Respekt.net-Community heuer erstmals per Voting drei weitere Preise in Höhe von insgesamt 9.000 € an Projekte, die als Ort des Respekts nominiert worden sind und ein Crowdfunding- Projekt auf www.respekt.net eingereicht haben: 4.000 € (1. Platz), 3.000 € (2. Platz) und 2.000 € (3. Platz).
Der Verein.Respekt.net ist ein überparteilicher Zusammenschluss von politisch interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die gesellschaftspolitisches Engagement erleichtern wollen. Der Verein Respekt.net hat mit www.respekt.net Österreichs größte Crowdfunding-Plattform für gesellschaftspolitisches Engagement initiiert. Sie bringt Menschen mit Ideen mit potenziellen Unterstützer/innen zusammen. Auf der Crowdfunding-Plattform werden wertvolle Projekte schnell und einfach vielen Menschen zugänglich gemacht. Weitere Initiativen des Vereins sind die Transparenz- Plattformen MeineAbgeordneten.at und SteuernZahlen.at sowie der Leitfaden zur Unterbringung von Flüchtlingen Asylwohnung.at.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.