15.03.2016, 11:30 Uhr

"Sicherheit ist oberstes Gebot"

Die Mitarbeiter der Tunnelwarte überwachen den Verkehr derzeit von Imst aus.

ASFINAG-Tunnelwarte modernisiert sich umfassend

4,4 Millionen Euro fließen in die Erneuerung der Überwachungszentrale in St. Jakob am Arlberg. Diese ist temporär nach Imst übersiedelt.
Noch mehr Sicherheit mit modernsten Technologien zur Verkehrsüberwachung: Parallel zu den Maßnahmen im Arlbergtunnel investiert die ASFINAG 4,4 Millionen Euro in die Erneuerung der Tunnelüberwachungszentrale in St. Jakob.
Neben baulichen Umbauten am Haus erhält die neue Warte die modernste Generation an Überwachungstechnologien: Einbau einer neuen Videowall mit 24 Monitoren sowie Einbindung von insgesamt 400.000 Datenpunkten.

„Wir verfügen dann auch im Bereich der Tunnelüberwachung in Tirol über den neusten Stand der Technik. Die Tunnelwarte ist rund um die Uhr an sieben Tagen besetzt – quasi unser Hauptquartier bei Unfällen, Verkehrsüberwachung oder Staus", erklären die Abteilungsleiter Martin Kirchmair und Dietmar Harbauer.

Großräumige Überwachung

Aufgrund des knapp einjährigen Umbaus mussten die 14 Mitarbeiter der Tunnelwarte St. Jakob nunmehr nach Imst in ein Ausweichquartier umziehen.
17 Tunnelanlagen und 15 Galerien mit einer Gesamtlänge von 78 Kilometer überwachen die 14 Mitarbeiter von der ASFINAG-Tunnelüberwachungszentrale aus. Für knapp ein Jahr ist die ehemalige Tunnelwarte der A 12 Inntal Autobahn in Imst die neue Heimat. „Für uns ein idealer Ausweichort – direkt im Gelände der Autobahnmeisterei Imst", erklärt Harbauer. Der Umzug musste minutiös geplant werden – innerhalb eines Tages wurde die Leittechnik der Kameras, der Verkehrsbeeinflussungsanlagen und der Sensoren von St. Jakob nach Imst umgeschaltet. „Das alles, ohne die Funktionalität oder Qualität zu beeinflussen. Der Umzug konnte nach zehn Stunden abgeschlossen werden", so Harbauer. 
Neuer Überwachungsraum wird um 90 Grad gedreht
Die Tunnelwarte in St. Jakob wird auch baulich adaptiert. Neben einer thermischen Sanierung des Gebäudes sowie des Dachs wird der Arbeitsraum der Überwachungszentrale um 90 Grad gedreht. „Die neuen technischen Anforderungen machen das notwendig. So finden wir den idealen Platz für die größere Videowall – schließlich müssen 24 Monitore auf einer Wand übersichtlich untergebracht werden", erklärt Kirchmair.

Über 1.000 Videokameras, die die Autobahnen und Schnellstraßen in Tirol überwachen, laufen in der Tunnelwarte zusammen. Daneben überwacht die ASFINAG aber auch noch die fünf ASFINAG-Rastplätze. Aber auch die technischen Neuheiten der Verkehrssicherheit werden von der Warte aus koordiniert. So etwa strömen die Daten aus dem geplanten Thermoscanner an beiden Portalen des Arlbergtunnels in die Überwachungszentrale. Neue Projekte wie etwa der geplante Bau der zweiten Röhren Perjentunnel lassen somit das Volumen von derzeit etwa 170.000 Datenpunkte (das sind Messwerte aus den ASFINAG-Anlagen wie etwa Luftgüte, Beleuchtungsstärke, Lichtintensität, etc. bzw. Meldungen und Befehle zur Steuerung der Leiteinrichtungen und Tunneltechnik) auf über 400.000 Datenpunkte anwachsen.
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