24.04.2016, 15:55 Uhr

Starke Leistungen aller Fahrer beim ersten Cross-Country-Weltcup

Bei 30 Grad Celsius, windigen Verhältnissen und trockener Strecke fand in Cairns (Australien) das erste Weltcuprennen der Saison 2016 im Cross Country statt. Das Haibike Ötztal ProTeam hat mit allen vier Fahrern am Start bewiesen, dass es heuer zu Recht das erste Mal zu den Elite-Teams im Mountainbike-Weltcup gehört. Kathrin Stirnemann, Corina Gantenbein, Karl Markt und Gregor Raggl haben allesamt die Erwartungen erfüllt bzw. sogar weit übertroffen.

Weltspitze: Das Damenrennen

Der verschlungene Kurs durch den Regenwald von Cairns brachte für die Schweizerin Kathrin Stirnemann ein echtes Top-Ergebnis. Mit Rang 8 zeigte Stirnemann, dass sie nicht nur im Sprint zur Weltspitze gehört, sondern auch im Cross Country ein gewichtiges Wort mitreden kann. „Der lange und schwierige Downhill hier in Cairns ist mir sehr entgegen gekommen“, erklärt Stirnemann. „Ich habe leider den Start nicht gut erwischt, aber dann war es ein starkes Rennen. Meine Lunge funktioniert wieder und ich bin froh, dass ich dort bin, wo ich von den Platzierungen her sein will. Das Rad hat super funktioniert, ich selbst habe mich sehr stark gefühlt und bin dann in der letzten Runde noch die viertbeste Rundenzeit gefahren. Das Rennen hätte also ruhig noch länger sein können“, meint Stirnemann schmunzelnd.
Das beste Weltcupergebnis ihrer Karriere gab es auch für Corina Gantenbein. Mit Rang 11 war für die Schweizerin der Trip nach Australien ein wichtiger Schritt. „Ich habe mich von Beginn an auf dieser Strecke wohl gefühlt“, erklärt Gantenbein. „Im Rennen selbst bin ich sehr konstant gefahren und konnte mit einem Zwischensprint zur Hälfte des Rennens nahe an die Top 10 kommen.“ Insgesamt nehmen die beiden Schweizerinnen damit 200 Weltranglistenpunkte mit nach Hause.

Nah an Olympia: Das Herren-Rennen

Sehr gut haben sich heute die beiden Tiroler Karl Markt und Gregor Raggl präsentiert. Bei den Elite-Herren war praktisch die gesamte Weltspitze in Cairns angetreten. Umso beachtenswerter sind die Ergebnisse: Karl Markt kommt als 18. ins Ziel, Gregor Raggl auf Rang 26.
Im Regenwald von Cairns fährt Karl Markt eines seiner klassischen Rennen. Am Start noch auf Rang 38 – direkt vor Markt stürzten einige Fahrer - kämpft er sich durch das Feld. Vor allem bei dem längsten Aufstieg der Strecke kann Markt sehr gut mithalten. Markt wird seinem Spitznamen „Diesel“ gerecht und kann vor allem auf den letzten Runden viele Ränge gutmachen. „Platz 18 ist natürlich eine tolle Geschichte. Vor allem sind die Zeitrückstände sehr gering, das ist für mich ein sehr gutes Zeichen“, so Markt. Der Tiroler verliert auf den Sieger Nino Schurter (Schweiz) nur 2,48 Minuten. Auf eine Top-10-Platzierung fehlt ihm weniger als eine Minute. „Das sind für mich wichtige Punkte in Richtung Olympia. Für Österreich ist es auch wichtig, dass mein Teamkollege Gregor Raggl viele Punkte aus Cairns mitnimmt“, erklärt Markt.
Gregor Raggl erreicht in Cairns sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis in der Elite-Klasse. Mit Rang 26 ist der junge Tiroler über seinen Erwartungen gefahren. „Mir ist der Start sehr gut geglückt“, erklärt Raggl. „Zur Mitte des Rennens musste ich etwas dem hohen Tempo Tribut zollen. Aber auf den letzten Runden habe ich dann noch viele Plätze gutmachen können. Für mich war es ein perfektes Rennen.“ Beide Tiroler des Haibike Ötztal ProTeams haben damit ein starkes Ausrufezeichen in Richtung Olympia-Nominierung gesetzt. Die beiden Tiroler holen gemeinsam 124 Weltranglistenpunkte. Das bringt Österreich nahe an jene Staaten, die zwei Startplätze für das olympische Herrenrennen zugesprochen bekommen.
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