22.07.2016, 15:34 Uhr

Technische Lösungen für Europas höchstes Motorradmuseum

Der „Top Mountain Crosspoint“ in Hochgurgl stellte selbst für die erfahrenen Elektroprofis von Falkner & Riml ein außergewöhnliches Projekt dar. Eine hochkomplexe Alarmanlage schützt die millionenschwere Motorradsammlung und schreckt Langfinger ab. In der Küche garantiert ein digitales Informationssystem perfekte Abläufe für das Restaurant mit 660 Innen- und Außensitzplätzen.
Helmut Falkner und sein Team scheuen keine Herausforderungen. Seit über 25 Jahren setzen sie erfolgreich Projekte von Kunden aus allen Branchen um. Doch ein Museum? Und dazu noch Seilbahn, Mautstation und Restaurant in einem? „Das war Neuland für uns alle“, gesteht Routinier Falkner. Neue Aufgaben reizen die Ötztaler. Der Firmengründer erzählt von den ersten Gesprächen im Jahr 2014 und anschließenden Besuchen im Porsche Museum in Stuttgart oder der BMW-Welt in München. Das erworbene Knowhow war wertvoll, musste allerdings auf die spezifischen Gegebenheiten des Top Mountain Crosspoints übersetzt werden. Denn das Herzensprojekt der Bauherren Attila und Alban Scheiber forderte in seiner Individualität von den involvierten Firmen Höchstleistungen. Einen wesentlichen Part im Gesamtgefüge verantworteten die Profis von Falkner & Riml, die sämtliche elektrotechnischen Arbeiten erledigten.


Schutz für millionenteure PS-Schätze

Das Top Mountain Motorcycle Museum präsentiert auf einer Fläche von 3.000 m² über 200 historische Motorräder und Sportwagen mit Geschichte. Darunter absolute Klassiker deren Gegenwert locker die Kosten eines stattlichen Einfamilienhauses übersteigt. Zum Schutz dieser Pretiosen kümmerte sich Falkner & Riml um die Alarmanlage, die selbst Meisterdiebe verzweifeln lassen würde. Das Leistungsspektrum umfasste neben Installation auch die Abstimmung mit Versicherung und Behörden in Sachen Alarmweiterleitung. Damit nicht genug: Ebenso sorgten Motorradfan Helmut Falkner und sein Team dafür, dass die Schmuckstücke von Harley, Zündapp, Indiana, Motoguzzi eindrucksvoll beleuchtet werden. So sind im Museumsbereich fast 280 LED-Strahler montiert, hinzu kommen unzählige LED-Lampen. Ein wichtiges gestalterisches Element im Top Mountain Motorcycle Museum ist eine dem Rennsport entliehene Steilkurve. Damit bei den Besuchern das entsprechende Feeling aufkommt, gibt es den notwendigen „Vroom“-Sound zu hören.

Pilotprojekt in Küche

Bereits in der ersten Saison entwickelte sich das Restaurant im Top Mountain Crosspoint zum Hotspot für hungrige Wintersportler. Gegenüber herkömmlichen Gastronomiebetrieben ist das Küchen- und Serviceteam gefordert, selbst zu absoluten Stoßzeiten die Bestellungen schnell auf den Tisch zu bringen. Mit dem von Falkner & Riml eingesetzten digitalen System gelingen derartige Kraftakte scheinbar mühelos. Wie? Der Kellner nimmt mittels Mobilgerät die Order auf, das Küchenpersonal erhält zeitgleich die Information welche Gerichte gefragt sind. „So verbessert sich der Bedienablauf für den Kunden und die interne Organisation wird erleichtert“, erklärt Helmut Falkner. Das ist notwendig, denn mit neun Induktionsherden hat die Küche enorme Dimensionen. Auch in diesem Bereich lag der Anspruch darin, nicht nur Geräte aufzustellen, die funktionieren, sondern eine Lösung für einen wunschgemäßen Workflow zu finden. „Es galt sicherzustellen, dass die Wege in der Küche kreuzungsfrei sind und der Ablauf mit dem Service funktioniert“, berichtet Falkner über die Planung für die Großküche.

Eine Style-Frage

Individuell, aber dennoch mit erkennbarem rotem Faden, zieht sich das Beleuchtungskonzept durch den gesamten Komplex. „In Abstimmung mit den Architekten sind die Leuchtmittel im Museumbsbereich zeitlos modern gehalten, im Restaurant wandelt sich das in Richtung Vintage. Unsere Aufgabe war es, diese Linie durchzuziehen“, so Elektroplaner Renaldo Falkner. Insgesamt verbauten die Techniker im gesamten Gebäude rund 700 Leuchtmittel. Große Räume, die für Museums- und Restaurantbetrieb, aber auch für spezielle Firmenevents mit Moderatoren genutzt werden: Diese Bandbreite galt es bei der Beschallung abzudecken, dabei kommt eine Musikanlage der Firma Bose zum Einsatz. Zu den absoluten Must-haves heutiger Tourismusattraktionen zählt ein freier WLAN-Zugang. An stark frequentierten Orten wie dem Top Mountain Crosspoint bedarf es entsprechender Bandbreiten. Falkner & Riml realisierte das WLAN-Netz für den schnellen Zugriff auf Facebook & Co.

In gewohnten Bahnen

Bekanntes Terrain für Falkner & Riml stellten die elektrotechnischen Arbeiten für die neue 10er-Kirchenkar-Gondelbahn dar. „In solch sensiblen Bereichen gelten extreme Vorschriften. Hier besitzen wir eine jahrelange Expertise mit zahlreichen Referenzprojekten“, erklärt Helmut Falkner. Insgesamt stand der Top Mountain Cross Point knapp 18 Monate auf der Agenda des Ötztaler Unternehmens. In Spitzenzeiten waren bis zu 20 Mitarbeiter auf der Baustelle beschäftigt. „Jeder aus unserem Team hat bei diesem einzigartigen Projekt gerne mitgearbeitet und sich gefreut, dabei zu sein“, resümiert der Firmengründer positiv.

Weitere Informationen: www.falkner-riml.at

Über Falkner & Riml

Das Unternehmen zählt mittlerweile zu den größten Elektro-Spezialisten Tirols. Bis zu 100 Mitarbeiter beschäftigt der 1989 gegründete Betrieb in seinen Niederlassungen in Sölden, Längenfeld und Imst. Von der Verwaltungs- und Betriebszentrale in Längenfeld lenkt eine Dreier-Geschäftsführung bestehend aus Helmut Falkner, Christian Riml und Markus Brugger die Geschicke. Vom Ötztal und der Imster Filiale aus bietet Falkner & Riml Kunden in Tirol, im Rest von Österreich und im grenznahen Deutschland so gut wie alle Leistungen rund ums Thema Elektro: Installation und Planung, daneben spezialisierte Dienstleistungen und Wartungs-Support. Lösungen für EDV, Großküchen, Sicherheitstechnik, Kommunikationstechnik und Photovoltaik werden entwickelt und umgesetzt. Als Fachhändler bietet das Haus seinen Kunden in drei Elektrogeschäften Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, Beleuchtung und Co.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.