31.03.2016, 11:44 Uhr

Neuer Bürgermeister von Mötz hat vieles vor

Michael Kluibenschädl hat sich im Bürgermeisteramt von Mötz bereits bestens eingelebt. (Foto: Peter Leitner)

Neo-Dorfchef Michael Kluibenschädl plant bereits die Zukunft von Mötz.

MÖTZ. Mit seiner Mötzer Einheitsliste holte er bei den Gemeinderatswahlen am 28. Februar fünf Mandate. In der Bürgermeisterwahl setzte er sich mit 58,18 Prozent der abgegeben Stimmen klar gegen seinen Mitbewerber durch. Ein großer Vertrauensvorschuss für den 1976 geborenen Michael Kluibenschädl, der nunmehr die Geschicke der Gemeinde Mötz als Bürgermeister leitet.

Schon in der vergangenen Periode saß Kluibenschädl im Mötzer Gemeinderat. „Ich habe mich in der Vergangenheit auch sehr im Vereinswesen engagiert. Bin fest in Mötz verankert. So war es mittelfristig auch immer mein Ziel, kommunalpolitisch tätig zu werden“, sagt er im Gespräch mit den BEZIRKSBLÄTTERN.

Im neu zusammengesetzten Gemeinderat hofft er auf eine gute Zusammenarbeit. Auch wenn sich der Start etwas schwierig gestaltet hat. Kluibenschädl: „Der Liste SPÖ und Parteifreie hat es nicht sonderlich gefallen, dass Hubert Rinner von der dritten kandidierenden Gruppierung zum Vize-Bürgermeister gewählt wurde. Aber das war eine demokratische Abstimmung innerhalb des Gemeinderates. Deshalb hoffe ich, dass sich alles sehr schnell beruhigt und wir gemeinsam zum Wohle von Mötz an einem Strang ziehen.“

Stichwort altes Gemeindehaus


Was künftige Projekte angeht, beschäftigt sich Kluibenschädl vor allem mit dem alten Gemeindehaus. Dort sind derzeit Musikschule, Krippenbauverein, Bezirkschronik und Jungbauernschaft untergebracht. „Sinnvoll wäre am betreffenden Platz ein völliger Neubau. Aber da müssen wir natürlich zunächst schauen, dass die derzeit dort beheimateten Vereine und Institutionen zumindest übergangsmäßig wo anders untergebracht werden. Und der erste Schritt ist ohnehin die Übersiedlung des Bauhofes, der ebenfalls beim alten Gemeindeamt untergebracht ist, zum Recyclinghof in der Nähe des Sportplatzes“, erläutert Kluibenschädl. Der klar macht, dass dieses Projekt den Gemeinderat sicher über mehrere Jahre beschäftigen wird.

Gespräche gibt`s in Mötz auch bezüglich der deutlich zu schmalen Innbrücke. „Da liegt die Entscheidung aber nicht alleine bei uns, denn es handelt sich um eine Landesbrücke“, macht der Bürgermeister deutlich.

Bestens läuft es in Mötz weiterhin mit der Verlegung von Glasfaserkabeln. Rund 60 Prozent des Gemeindegebietes sind inzwischen erschlossen. „Wir wollen da Gas geben, so lange es die entsprechenden Förderungen gibt“, sagt Kluibenschädl.

Interkommunale Zusammenarbeit


Der auch weiterhin gute Kontakte zu den Nachbargemeinden pflegen will. „Es gibt unter anderem einen Gemeindeverband mit Stams, Silz, Mieming, Wildermieming und Obsteig. Es macht Sinn, dass auch weiterhin regelmäßige Treffen stattfinden, um die interkommunale Zusammenarbeit zu fördern.“

Ein leidiges Thema in Mötz ist auch, dass es keinen einzigen Nahversorger mehr gibt. „Es ist wirklich nicht angenehm, dass die Bürger gezwungen sind, zum Einkaufen auszupendeln. Noch dazu besteht aktuell auch keine Busverbindung nach Mieming. Es gibt zwar ein entsprechendes Ansuchen, doch muss erst erhoben werden, was so etwas kosten würde“, erklärt der Gemeindechef.
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