04.04.2016, 16:42 Uhr

Routinier am Bürgermeister-Sessel

Der neue Silzer Bürgermeister Helmut Dablander ist schon seit 18 Jahren kommunalpolitisch aktiv. (Foto: Peter Leitner)
Helmut Dablander ist in Silz schon seit 18 Jahren kommunalpolitisch tätig.

SILZ (pele). Ein politischer Neuling ist er wahrlich nicht der neue Bürgermeister von Silz. Schon 1998 zog Helmut Dablander mit seiner Liste „Miteinander für Silz“ ins Kommunalparlament ein. Er selbst bekleidete seit damals stets einen Platz im Gemeindevorstand. Am 28. Februar vergrößerte er seinen Mandatsstand von Anfangs zwei Sitzen auf inzwischen sieben Sitze. Gleichzeitig ging er bei zwei Gegenkandidaten mit einem Stimmenanteil von 56,47 Prozent souverän als Sieger aus der Bürgermeisterwahl hervor.

„Das klare Wählervotum kam auch für mich überraschend. Auch wenn ich im Vorfeld der Wahlen praktisch alle Silzer Haushalte besucht hatte, konnte ich nicht mit diesem Ergebnis rechnen“, freut sich Dablander über die große Zustimmung seitens der Bürger.

Umgestaltung des Sportzentrums


Seine neue Tätigkeit bezeichnet er als hochinteressant. Und es gibt auch bereits einige größere Vorhaben, die er realisieren möchte. Ganz oben steht die geplante größere Umgestaltung des Sportzentrums inklusive der dringend notwendigen Sanierung der Eisbahn. Dablander: „Es braucht eine neue Kältetechnik, auch die Banden müssen neu gemacht werden. Getauscht wird dann in einem Aufwischen auch gleich der Belag.“

Damit ist es aber noch längst nicht getan. Der neue Bürgermeister möchte für den betreffenden Bereich ein neues Konzept entwickeln, in dessen Erstellung die Bevölkerung eng eingebunden werden soll. Dablander denkt unter anderem auch an eine Neugestaltung des in die Jahre gekommenen Sportcafés und der Tennisanlage. „Für das Vorhaben würde ich einen Zeitrahmen von vier Jahren setzen.“

Kaum eine Chance sieht Dablander für das Ansinnen des Eishockeyvereins, eine eigene Halle zu errichten: „Das wird wohl finanziell nicht machbar sein. Wir wollen den Verein aber weiterhin nach Kräften unterstützen.“

Ähnlich wie in Stams soll auch in Silz in absehbarer Zeit ein Elektro-Bus im Ort verkehren. Dablander: „Es gibt bereits ein Fahrzeug. Die Umrüstung auf Elektrobetrieb soll ein Beitrag zur Ökologie sein. Gerade von älteren Personen kann dieser E-Bus dann zum Beispiel für Arztbesuche in Anspruch genommen werden.“ Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch, dass in Kühtai demnächst eine Ladestation für Elektro-Autos errichtet wird.

Dem Bürgermeister schwebt weiters eine Art Kulturprojekt vom Mühlsteinweg bis zum Wasserfall vor. „Ich hoffe, dass wir dafür auch Mittel aus dem Leader-Programm lukrieren können.“

Gewerbegebiet schaffen


Selbst Wirtschaftler ist ihm natürlich auch dieser Bereich ein großes Anliegen. 5000 Quadratmeter stehen bisher bereits für ein neues Gewerbegebiet zur Verfügung. Für eine weitere Fläche dieser Größenordnung befindet sich Dablander bereits in Verhandlungen. Wie in Stams würde es sich dann um ein Gewerbegebiet handeln, von dem hinsichtlich Steueraufkommen Silz (60 Prozent) sowie Mötz und Stams (je 40 Prozent) profitieren würden. „Für so ein interkommunales Vorhaben sollten wir auch die nötige Umwidmung erhalten. Interessierte Firmen können sich schon jetzt direkt bei der Gemeinde melden“, erklärt der Gemeindechef. Der auch das gute Klima der vergangenen Jahre innerhalb des Gemeinderates unbedingt erhalten möchte.
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