07.08.2016, 17:08 Uhr

2. Trailrunning Symposium im Pitztal

Gela Allmann und Markus Kröll (Foto: Regionalsport Hofbauer)
Plangeroß: Hotel Vier Jahreszeiten | Aufgeben ist keine Option
MANDARFEN eh. Zwei Tage vor dem Pitztal Alpine Glacier Trail (PAGT) fand das 2-tägige Trailrunningsymposium – veranstaltet durch den Tourismusverband Pitztal – statt. Im Hotel 4 Jahreszeiten in Mandarfen führte Mag. Gerhard Gstettner, Geschäftsführer des Pitztaler Tourismusverbandes durch einen Vortragsabend.
Im gemütlichen Rahmen hörten Läufer und Interessierte wie es Andreas „Rambo“ Ropin vom Alkoholiker und Raucher von bis zu 60 Zigaretten am Tag zum Ultraläufer schaffte.

Verletzungen und Krisen positiv nutzen
“Verletzungen und Krisen – Aufgeben ist keine Option!” war das Thema des diesjährigen Symposiums und Andreas zeigte, dass Krisen sehr positive genutzt werden können. Am 07.02.2007 feiert er, wie er selber sagte, seinen zweiten Geburtstag. An diesem Tag hat sich alles verändert. Seither hat sich viel zum positiven gewendet. Er ist Vorbild für viele und setzt sich für soziale Projekte ein. Nächstes Jahr möchte er alle Seven European Summits laufend erreichen: 1500 Kilometer, 35000 bis 40000 Höhenmeter.

Sturz in die Tiefe
Dass Verletzungen und dadurch entstehende Krisen nicht das Ende bedeuten müssen, verdeutlichte sehr eindrucksvoll Angelika Allmann - Trailrunning- und Skitourenläuferin im Dynafit Team Deutschland – mit ihrem Film „Sturz in die Tiefe“. Sie ist 2014 in Island 800 Höhenmeter in die Tiefe gestürzt. Ihr rechtes Bein hätte beinahe amputiert werden müssen. Heute hält ihr Knie nur durch Muskelkraft zusammen, es sind keine Bänder mehr vorhanden. Ihre linke Schulter war so kaputt, dass die Ärzte dachten sie benötigt eine Schulterprothese. Heute fährt sie stundenlang Rennrad und geht wieder auf Berge hinauf. Das Hinunter lässt sie – aus Rücksicht auf ihr Knie – aus. Ja, ihr Leben hat sich verändert und ja, es wird nicht mehr so sein wie vorher aber mit Hilfe und Unterstützung ihrer Familie und Freunde und vor allem durch ihren unendlichen Optimismus steht sie heute da und kann ohne Hilfsmittel gehen. Dass Menschen alles schaffen können bewiesen diese beiden Persönlichkeiten sehr eindrucksvoll.

Krise als Chance sehen
Untermauert wurde das, durch Dr. Christopher Willis, Sportpsychologe und CEO vom Center of Mental Excellence. Aufgeben ist nie eine Option, im Gegenteil, aus schwierigen Situation soll etwas besonderes gemacht werden. Dass das chinesische Schriftzeichen für Krise das selbe ist wie für Chance kommt bestimmt nicht von ungefähr. Krisen und Verletzungen sollen als Chance gesehen werden. Sie sollen genutzt werden sich seiner aktuellen Situation bewusst zu werden, zu erkennen ob der Weg der gegangen wird der richtige ist oder ob der Kurs eventuell geändert werden muss, um so aus der Krise gestärkt hervorzugehen. Das Um und Auf ist ein gutes soziales Umfeld und der eigenen Optimismus und Wille. Die Frage die es zu stellen gilt ist „Was können mein Körper und ich kontrollieren?“ und darauf soll die zukünftige Planung aufbauen. Verantwortung sucht und findet der Mensch nur bei sich selber, sich selber kann man ändern, nicht aber sein Umfeld. Darum sollte die Frage „Was kann ich machen, dass es besser wird“ immer wieder gestellt und neu beantwortet werden.

Fachkompetenz ist das Non plus Ultra
Am Freitag – dem zweiten Tag des Trailrunningsymposiums – luden Firmen wie Salomon, Suunto, Snowline Chainsen, Sziols, Scott, Inov-8 und Adidas zum Testtag am Riffelsee. Neben Materialtests hielten der 2-fache Österreichische Meister im Berglauf, 7-facher Red Bull Dolomitenmanngewinner und Salomon-Athlet Markus Kröll und der Athlet Albuin Schwarz (Team Scott) Lauftechnikschulungen ab. Dabei bot sich eine Runde um den Riffelsee auf 2.232 Meter an. Fachkundige Händler standen ebenso mit Rat und Tat vor Ort. Die Wichtigkeit sich von einem Trailrunningfachhändler beraten zu lassen zeigt sich in dem abnehmenden Trend des Natural Running, das nur von Profis praktiziert werden sollte. Viele Händler wollten auf den Zug „Trailrunning“ aufspringen, jedoch fehlte es an Fachkompetenz und so passiert es, dass es zu einigen Verletzungen durch fehlerhafte Information und Aufklärung kommen kann. Eines war in den zwei Tagen spürbar: der Trailrunningboom ist noch lange nicht vorbei!
Fotos: Regionalsport
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