13.05.2016, 19:13 Uhr

Rafael Neuner: Vielversprechender Start in die zweite Saison der IDM

Rafael auf dem Nürburgring (Foto: Neuner Racing Team)
KARRÖSTEN (dl) Mit den Auftaktrennen am Lausitzring startete das Neuner Racing Team um den Karröster Rafael Neuner in eine neue Saison in der Internationalen Deutschen Motorradeisterschaft IDM. Auch dieses Jahr geht das Team in der Klasse Superbike Superstock 600 an den Start. Nach einer ereignisreichen und aufregenden Rennsaison 2015 strebt der ambitionierte Karröster 2016 einen Platz unter den Top 3 an. Doch bereits nach den ersten beiden Rennwochenenden ist offensichtlich: Der Weg bis dahin ist noch weit. Will das Neuner Racing Team das angestrebte Ziel erreichen, muss es sich auch in dieser Saison in Flexibilität, Spontanität, Durchhaltevermögen und Improvisation beweisen.

Das langersehnte erste Rennwochenende 2016 am Lausitzring vom 29.04. bis zum 01.05.2016 bedeutete für Rafaels Team und das Team seines Sponsors Jan Kratochwil nochmals Höchstleistungen um Rafaels Bike, eine MV Agusta 675, konkurrenzfähig zu machen. Da ein Wochenende später bereits das nächste Rennwochenende anstehen sollte und die die nur kurze Rennpause keine weiteren, großen Anpassungen mehr erlaubte, mussten also bereits zum Saisonauftakt so gut wie alle Schwachstellen der MV Agusta behoben sein.

„Und genau das gestaltete sich gar nicht so einfach.“ erklärt Mario Schöpf vom Neuner Racing Team. „Unserer MV Agusta schmeckte das Stock-Reglement überhaupt nicht.“ Neuners MV Agusta gilt zwar als eines der schönsten Bikes im Fahrerlager und auch ihr Potential ist nicht zu verachten, aber mit Thermikproblemen und Problemen mit der Kupplung wies Neuners Bike Schwachstellen auf, die dem Neuner Racing Team um Konstrukteur Mario Ospalek schlaflose Nächte bereiteten. Laut Reglement dürfen weder Hitzeschutzvorrichtungen angebracht, noch die Kupplung verändert werden und so hatte Neuner während der ersten beiden Rennen neben der ständigen Überhitzung seines Bikes auch damit zu kämpfen, dass die vorhandene Kupplung einen rennmäßigen Start beinahe unmöglich machte. Gespräche mit den technischen Kommissaren der IDM diesbezüglich blieben leider erfolglos. So verlor der Karröster am ersten Rennwochenende neben wertvollen Plätzen auch wertvolle Punkte und beendete das Rennwochenende auf dem Lausitzring mit einem dennoch nicht zu verachtenden 9. Platz in der Gesamtwertung.

Auch das beherzte Engagement von Hauptsponsor Kratochwil, der mitunter Ersatzteile persönlich anlieferte, sowie die unermüdliche Arbeit des Neuner Racing Teams, das zusätzlich von Kratochwils Rennstall KKT Cool Racing unterstützt wurde, änderten nicht viel daran, dass sich die Schwachstellen der MV Agusta nicht in den Griff bekommen ließen. Fest stand, dass mit der MV Agusta das angestrebte Saisonziel nicht erreicht werden kann. So musste bereits nach dem ersten Rennwochenende die erste folgenschwere Entscheidung getroffen werden: Das Projekt MV Agusta wurde vorerst auf Eis gelegt und Hauptsponsor Jan Kratochwil organisierte über Beziehungen eine bereits nach Reglement aufgebaute Yamaha R6 vom Team Freudenberg.

Mit der kaum auf ihn abgestimmten Yamaha bestritt Neuner schließlich das zweite Rennwochenende der Saison auf dem Nürburgring vom 06.05. bis zum 08.05.2016. Glückilcherweise zeichnete sich bereits in den Qualifyings ab, dass die Entscheidung für die Yamaha absolut die richtige war. Mit Platz 3 im freien Training und Platz 5 im Qualifying deutete sich neben Neuners Talent auch das enorme Potential der Yamaha an. Dank der tatkräftigen Unterstützung des Team Freudenberg konnte die Yamaha während des Rennwochenendes auf dem Nürburgring Stück für Stück auf Neuner und dessen Fahrstil abgestimmt werden. So konnte sich Neuner auf seinem neuen Bike Platz 5 im ersten Lauf und einen hart erkämpften 7. Platz im zweiten Lauf sichern.

Nach dem Rennwochenende am Nürburgring steht Neuner mit aktuell 34 Punkten auf Rang 8 in der Gesamtwertung. Mit nur 5 Punkten Rückstand auf Platz 5 und 25 Punkten Rückstand auf Platz 3 kann der ambitionierte Karröster nach den ersten beiden Rennwochenenden nach wie vor Kontakt zu den Top 5 halten und hat sein Saisonziel fest im Blick. Zudem stehen mit den nächsten beiden Rennwochenenden im belgischen Zolder und dem deutschen Schleiz die beiden Lieblingsstrecken des Karrösters im Rennkalender.

Die Rennpause bis zum Rennwochenende vom 08.07. bis zum 10.07.2016 im belgischen Zolder kommt dem Neuner Racing Team jetzt also wie gerufen und bietet Neuner und seinem Team die Möglichkeit, Trainingsrückstand aufzuholen und Fahrer und Bike besser aufeinander abzustimmen. Fest steht bereits jetzt, dass Neuner und sein Team vor einer vielversprechenden Saison stehen, die sicher noch die eine oder andere Herausforderung mit sich bringen wird.

Weitere Artikel und Informationen zu Rafael Neuner auf meinbezirk.at

Rafaels Steckbrief auf SPEEDWEEK

Aktuelle Informationen zum Neuner Racing Team finden Sie auf der Team-Homepage

Informationen zu Terminen, Zwischenständen und Rennen finden Sie auf der Homepage der IDM
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