07.04.2016, 16:31 Uhr

„Spionage“ im Camp Nou

Gemeinsame Jubelpose: Thomas Schatz vor dem Bild von Barca-Coach Luis Enrique. (Foto: Schatz)
Der Imster Sportreferent Thomas Schatz zeigte sich begeistert von der Stimmung im Clásico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid.

BARCELONA, IMST (pele). Wer ein echter Fußballfan ist, kommt um dieses Spiel nicht herum. El Clásico verbreitet weltweit einen ganz besonderen Zauber. Denn wenn der FC Barcelona und Real Madrid aufeinandertreffen, geht`s nicht nur um Sport sondern auch um politische Botschaften zwischen Katalonien und dem spanischen Zentralland.

Eine Partie wie ausgesucht für den neuen Imster Sportreferenten Thomas Schatz, selbst studierter Politwissenschaftler und bis zum Sommer 2015 engagierter Trainer des SC Imst. Organisiert von Florian Raich und Edgar Weihtrager ging`s in die katalanische Metropole – und den Spieltag wird Schatz laut eigenem Bekunden nie vergessen.

Gedenken an Cruyff


„Es war schlichtweg ein unvergleichliches Erlebnis. Schon alleine von der grundsätzlichen Atmosphäre her. Was noch dazu kam, was dass die Partie im Zeichen des unlängst verstorbenen Johan Cruyff stand. So wie ihm mit einer eigenen Choreografie gehuldigt wurde, war schnell klar, dass dieser Mann in Barcelona mehr denn bloß Spieler und Trainer war. Da lief es einem schon kalt über den Rücken runter“, war Schatz begeistert.

Das galt auch für die Darbietungen am Rasen. „Ein Wahnsinn, was da für Spieler am Werk waren. Barca war gerade in der Anfangsphase die bessere Mannschaft. Doch es fehlte auf Dauer gesehen etwas die Kohärenz zwischen Angriff und Verteidigung. Das hat Real letztlich zum 2:1-Sieg ausgenutzt“, erklärt der Fachmann. Der katalanischen Volksseele habe die Niederlage geschmerzt. Doch Anfeuerungen seitens der Fans gab`s bis zum letztlich bitteren Ende.

Führung im Stadion


Mit dem Spiel war das Erlebnis Barcelona für die Oberländer Delegation aber noch nicht erledigt. Am Tag danach ging`s zur Führung ins alt ehrwürdige Estadio Nou Camp. Schatz: „Unglaublich, da trieben sich schon wieder 15.000 bis 20.000 Menschen in der engeren Stadion-Umgebung rum, um eine Führung mitzumachen. Alleine der dreistöckige Fanshop lässt einem den Mund offen stehen. Ein Erlebnis der Sonderklasse, das ich jedem Fußballfan nur dringend empfehlen kann.“
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