Sägewerk nutzt die Zirbenkraft

Der Jerzener Alt-Bürgermeister und Sägewerksbetreiber Sepp Reinstadler ist seit jeher als umtriebiger Geist bekannt. Nun hat er die Kraft der Zirbe entdeckt und daraus ein erstaunliches Geschäftsmodell mit Mehrwert kreiert.

Reinstadler erzählt: "Schon seit 30 Jahren bin ich durch das Holzgewerbe mit der heilenden Kraft der Zirbe vertraut. Wieder und wieder wurde ich mit erstaunlichen Erkenntnissen konfrontiert und habe mich immer mehr in die Materie vertieft. Meine Gattin und ich haben nun eine Zirbenöl-Anlage aufgebaut, die das Herz und die Seele des Zirbenholzes als Essenz gewinnen."

Diese Anlage wird nun am Freitag, den 25. November ab 14 Uhr beim Sägewerk in Jerzens der Öffentlichkeit vorgestellt. Zahlreiche Fachleute werden vor Ort alle Fragen beantworten.

Reinstadler hat ein Jahr lang recherchiert, Seminare besucht und sich mit der Gewinnung von Essenzen beschäftigt. Gemeinsam mit einem Kufsteiner Kesselmacher hat er eine Anlage gebaut, in der die gehäckselten Zirbenteile mit Wasser verdampft, abgekühlt und schließlich in einer so genannten "Florentinerflasche" aufgefangen werden. Das Ergebnis verblüfft, denn das Öl ist dermaßen vielseitig verwendbar, dass derzeit kaum ein Bereich des Lebens nicht davon betroffen wäre. Vom Saunaduftstoff über das Raumklima, vom Nahrungsmittelzusatz bis zu unterschiedlichsten Beauty-Anwendungen reicht der Bogen. Sogar medizinische Anwendungen sind möglich, haben doch wissenschaftliche Studien schon längst ergeben, dass das Zirbenholz positive Einflüsse auf Schlaf und Herzaktivitäten vorweist. Der Clou dabei ist die Tatsache, dass für die Zirbenöl-Gewinnung jene Teile des Baumes verwendet werden, die früher achtlos entsorgt wurden, nämlich Äste, Zapfen, Nadeln und der Schnittrest. Nach der Entwicklungsphase wollen Reinstadler und seine Mitarbeiter nun die Produktmöglichkeiten sondieren und den Verkauf des absolut reinen Naturproduktes beim Sägewerk forcieren.
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Helmut Santer aus Kitzbühel am 22.11.2011 um 04:51 Uhr  
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