14.10.2016, 20:55 Uhr

45 Jahre Österreichischer Herzfonds: Neuer Arbeitsschwerpunkt Prävention

Wien: Wien | Die Fotos zeigen den Abstieg vom Schober Spitz zum Karl See und sollen zur Bewegung anspornen.

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Kampf gegen die Adipositas im Jugendalter soll Herzinfarkte der Zukunft verhindern

Wien: PA zum Weltherztag 2016 und zum 45. Gründungstag des Österreichischen Herzfonds, 29.9.2016

"Der 45. Geburtstag des Österreichischen Herzfonds ist sicherlich ein geeigneter Anlass für einen Rückblick, und der Erfolg lässt sich in Zahlen festmachen: Bei der Gründung des Herzfonds ist noch fast jeder Dritte, der es nach einem Herzinfarkt ins Krankenhaus geschafft hat, gestorben. Heute sind es weniger als fünf Prozent. Erfolge wie diese haben ganz massiv zur Steigerung der Lebenserwartung beigetragen, an der die Herzmedizin stärker beteiligt ist als jedes andere Fach der modernen Medizin", so Univ.-Prof. Dr. Otmar Pachinger, Präsident des Österreichischen Herzfonds, anlässlich des heutigen Weltherztages 2016.

Dieser Trend drückt sich auch in der Todesursachen-Statistik aus: Verstarben im Jahr 1997 in Österreich fast 43.000 Menschen an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, waren es 2015 mit 35.537 deutlich weniger, trotz höherer Bevölkerungszahlen. Prof. Pachinger: "Weil wir heute Gefahr laufen, einen Teil der gewonnenen Lebensjahre durch einen ungesunden Lebensstil wieder zu verlieren, hat der Herzfonds vor zwei bis drei Jahren begonnen, seine Schwerpunkte neu zu definieren und sich neuen Herausforderungen zu stellen: der Prävention."

Mehr als 20 Prozent übergewichtige Heranwachsende - immer häufiger Mega-Adipositas

Ganz oben steht der Kampf gegen das Übergewicht. Aktuelle Daten bestätigen mehr als 20 Prozent übergewichtige Heranwachsende in Österreich. "Wir gehen davon aus, dass die Hälfte dieser übergewichtigen jungen Menschen fünf bis sieben Jahre früher sterben wird, als die Generation ihrer Eltern", so Prof. Pachinger. "Adipositas-Folgen sind für 6 Prozent der Gesundheitskosten verantwortlich. Hält der Trend an, ist eine Zunahme in den zweistelligen Bereich wahrscheinlich."

So zeigt die im August auf dem ESC-Kongress vorgestellte deutsche PEP Family Heart Study, bei der insgesamt 22.051 Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 18 Jahren untersucht wurden, dass in der Gruppe der Übergewichtigen doppelt so viele Teilnehmer Bluthochdruck hatten wie ihre normalgewichtigen Altersgenossen. Auch ihre Blutfettwerte waren deutlich ungünstiger. Das Vorhandensein von Risikofaktoren stieg bei männlichen wie weiblichen Jugendlichen in Abhängigkeit des Adipositas-Grades an. Mädchen in der Gruppe mit dem höchsten BMI hatten ein 17-fach höheres Hochdruck-Risiko als in der Gruppe mit dem niedrigsten BMI. (Haas et al.,2016)

Dass Adipositas fast endemische Ausmaße annehmen konnte und auch "Mega-Adipositas" keine Seltenheit sind, hat mit der zunehmend urbanisierten Lebensweise zu tun. "Doch es gibt wirksame Methoden, um gegen zu steuern", so Prof. Pachinger. "Zahlreiche Studien machen deutlich, dass Programme zur Vorbeugung und Behandlung von kindlichem Übergewicht immer wichtiger werden."

Aussender: B&K - Bettschart&Kofler
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