17.05.2016, 14:30 Uhr

Immobilienpreisentwicklung in Wien, 1. Bezirk (innere Stadt)

(Foto: (c) Bigstockphoto.com/106338167/vvoevale)
Wer in Wien wohnen möchte, muss unter Umständen sehr tief in die Tasche greifen. Dabei macht es nicht allzu viel Unterschied, ob er eine Immobilie kaufen oder mieten möchte. Beide Preise sind gestiegen. In den letzten fünf Jahren haben die Immobilienpreise in Wien enorm angezogen. Wie eine Auswertung des Immobilienportals Immowelt.at im vergangenen August zeigt, haben sich Eigentumswohnungen zwischen 2010 und 2015 im Mittel um 51 Prozent verteuert. Im gleichen Zeitraum lag die allgemeine Inflation dabei bei nur 9,7 Prozent. Der Quadratmeter im Mittel kam Anfang August auf 3.986 Euro laut Immowelt.at. Vor fünf Jahren hingegen lag er noch bei 2.634 Euro. Mit einem Plus von 21 Prozent auf 3.178 Euro war der stärkste Anstieg zwischen 2010 und 2011 zu verzeichnen. Laut Immowelt.at sind die Preise seit 2014 relativ stabil.

Miete in den Bezirken unterschiedlich


Wien ist in 23 Bezirke unterteilt. Je nachdem wo jemand wohnen möchte, muss er mit einem höherem Quadratmeter rechnen als in anderen Bezirken. Am teuersten gelten die Bezirke

• innere Stadt mit einem Quadratmeterpreis im Schnitt von 19,07 Euro,
• gefolgt von Leopoldstadt mit 18,84 Euro
• und Landstraße mit 14,80 Euro.

Am günstigsten wohnen lässt es sich in

• Florisdorf mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 13,72 Euro,
• Donaustadt mit 16,30 Euro
• und Liesing mit 13,96 Euro.

In einigen Bezirken hat sich der Kaufpreis um mehr als 80 Prozent erhöht, in Mariahilf sind es sogar 99 Prozent Preissteigerung. Besonders in den Jahren vor 2013 waren die großen Anstiege der Preise zu verzeichnen. Seitdem ist die Verteuerung nur noch um insgesamt sechs Prozent gestiegen. Im Jahr 2014 war eine Erhöhung der Preise im Schnitt von zwei Prozent zu verzeichnen.

Laut Immowelt.at gibt es fast keine Bezirke mehr, die von 2014 auf 2015 noch einen Preisanstieg für Wohnungen im zweistelligen Prozentbereich hatten. Die Innere Stadt und Simmering gehörten dazu, in den beiden Bezirken war ein Anstieg um jeweils zehn Prozent zu verzeichnen, beim Rudolfsheim-Fünfhaus waren es sogar elf Prozent.

„Billige“ Bezirke auch gestiegen


Die Preise sind in Simmering und Rudolfsheim-Fünfhaus in den vergangenen fünf Jahren zwischen 80 und 90 Prozent angestiegen. Floridsdorf ist ebenfalls ein Bezirk, der die Preise nach oben getrieben hat. Das liegt daran, dass viele Wohnungssuchende in den vergangen Jahren auf die Bezirke ausgewichen sind, die noch günstiger waren.

Simmering und Favoriten waren im August mit im Schnitt 3.078 bzw. 3.141 Euro pro Quadratmeter trotz allem noch die günstigsten Bezirke. Penzing mit 3.433 Euro und Ottakring mit 3.439 Euro waren nur unwesentlich teurer. Laut Immowelt.at war der teuerste Bezirk die Innere Stadt. Der Medianpreis lag bei 7.000 Euro pro Quadratmeter, der zweitteuerste Neubau bei immer noch stolzen 4.859 Euro.

Landeshauptstädte erleben ähnliche Entwicklung


In Wien stiegen die Kaufpreise um 31 Prozent, während es bei den Mieten nur acht Prozent waren. In den Landeshauptstädten waren in den vergangenen fünf Jahren die Trends unterschiedlich, doch auch in Salzburg stieg der Preis für Immobilien um 40 Prozent und um 13 Prozent bei Mietwohnungen. Wer in Innsbruck eine Immobilie kaufen möchte, muss 30 Prozent mehr rechnen und für die Miete neun Prozent.

Weitere Infos:

http://www.vienna.at/immobilienpreise-stark-gestiegen---am-massivsten-in-wien-noe-und-tirol/4639699

http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/4987420/Fast-zwei-Drittel-der-Studenten-wohnen-noch-bei-Eltern
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