02.05.2016, 08:56 Uhr

Palais Palffy: Fassade bröckelt

"Klassische Palais tragen zum Stadtbild in Wien bei und sollten nicht vernachlässigt werden", findet Anrainerin Mona Meusburger

Anrainer wünschen sich Sanierung des Palais Palffy am Josefsplatz 6

INNERE STADT. Tagtäglich ziehen die Touristenströme durch die Innenstadt - auch durch die Augustinerstraße vorbei an zahlreichen Gründerzeithäusern. Die Fassade des Palais Palffy vermittelt im Gegensatz zu den Nachbargebäuden momentan leider einen traurigen Anblick. "Es ist sehr Schade, dass gerade ein Innenstadt-Palais nicht besser hergerichtet wird. Seit ich im 1. Bezirk wohne, komme ich regelmäßig daran vorbei. Da sollte schon einmal etwas getan werden", erzählt Anrainerin Mona Meusburger.

Geringe Mieteinnahmen ausschlaggebend

Das Palais Palffy gehört zum Eigentum der Bundes Immobilien Gesellschaft (kurz BIG). Pressesprecher Ernst Eichinger bestätigt, dass die Fassade sanierungsbedürftig ist: "Derzeit ist aber kein akuter Handlungsbedarf. Das Problem sind die sehr geringen Mieteinnahmen auf dem Haus. Wir versuchen aber das Problem zu lösen."

Damit teilt das Palais das Schicksal mehrerer Immobilien in der Innenstadt, für die noch der alte Friedenszins gilt. Denn durch die geringen Mieteinnahmen bleibt kein Geld für umfangreiche Sanierungen. Für Anrainerin Meusburger ist dieser Zustand nur schwer nachzuvollziehen: "Natürlich freut sich jeder über eine tolle Wohnung zu geringer Miete. Aber wenn dadurch das Haus langsam verfällt, gewinnt doch niemand etwas. Eine Anpassung an aktuelle Mietpreise in Wien ist sicher sinnvoll und auch leistbar. Das Schicksal anderer europäischer Städte wie Paris oder London, wo das Wohnen in der Innenstadt viel zu teuer geworden ist, soll Wien aber nicht teilen müssen."
1
Einem Mitglied gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.