04.05.2016, 10:39 Uhr

Rad-Unfälle im Ersten: Ring ist Hotspot

Für Radfahrerinnen wie Brigitte E. sind die Regeln auf dem Radweg nicht ganz klar. Sie vermisst bessere Markierungen. (Foto: Bajer)

Mit Beginn der Radsaison kommt es an einigen Hotspots immer wieder zu Unfällen. Vor allem am Ring.

INNERE STADT. Am Stubentor, am Schwarzenbergplatz, bei der Oper, am Schottentor und am Schwedenplatz sind große Fußgängermassen unterwegs. Und auch hunderte Radfahrer. Sowie Segway-, Scooter- und Skateboardfahrer.
Dass für Benutzer solcher Fahrzeuge bestimmte Regeln gelten, vergessen einige Verkehrsteilnehmer immer wieder. Brigitte E. bemängelt die fehlenden Bodenmarkierungen: "Manchmal endet ein Fahrradstreifen. Dann weiß ich nicht, wie es weitergeht. Wie eine Sackgasse."

Nur mit 10 km/h

Christoph Pölzl von der Polizei: "Wichtig ist das Verhalten. Bei ungeregelten Kreuzungen auf 10 km/h runterbremsen." Christian Gratzer vom VCÖ ergänzt: "Die meisten Radfahrer sind rücksichtsvoll. Auch Fußgänger müssen aufpassen, wenn sie einen Radweg kreuzen."

Mehr als drei Dutzend Unfälle, darunter ein paar schwere Kollisionen, hat es im vergangenen Jahr gegeben. Größere Probleme entstehen vor allem, wo U-Bahn-Stationen, Radwege, Zebrastreifen, Nebenfahrbahnen und Abbieger zusammenkommen.

Die Polizei kontrolliert bei Planquadraten nicht nur Autofahrer, sondern auch Radler: Unbedingt notwendig sind Licht, Seitenreflektoren und eine Klingel. Wer zu viel getrunken hat, bekommt ab 0,8 Promile eine Strafe zwischen 80 und 6.000 Euro. Martin Hoffer vom ÖAMTC: "Für die Benutzung von Gehsteigen gilt, dass man mit Skateboards usw. niemanden gefährden darf."

Technisch einwandfrei

Wenn ein Gefährt technisch nicht einwandfrei ist, kann es die Polizei einziehen bzw. absperren.
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