16.03.2016, 16:23 Uhr

Raum der Begegnung im ersten Bezirk

Die Kapuzinerkirche im 1. Bezirk wird ab 4. April generalsaniert.
Wien: Kapuzinerkirche |

Neue Schwerpunkte und Sanierung der Kapuzinerkirche



„Du bist willkommen!“ so beschreibt Br. Thomas Krawczyk, Guardian (Hausoberer) der Wiener Kapuziner, welches Grundanliegen die dringend notwendige Kirchensanierung am Neuen Markt begleitet. „Wir schaffen einen Raum der Begegnung.“ Am 4. April beginnt mit Außenfassade und Dach der erste Bauschritt. Parallel dazu werden auch in der Kirche erste Arbeiten vorgenommen. Bis zum Winter soll die Kirche fertig sein. Die Seelsorge ist von den Arbeiten nicht betroffen.

Für die Menschen da sein

„Die Menschen sollen hier Kapuzinern begegnen können“, fasst Br. Karl-Martin Gort das wichtigste Anliegen zusammen. Br. Karl-Martin ist Stellvertreter des Hausoberen und war als dessen Vorgänger im Amt von Anfang an in die Planungsarbeiten involviert. „Menschen, die der Kirche fernstehen, sollen unsere Kirche als Ort der Ruhe erleben können. Menschliche Ansprache ist für jeden wichtig.“ Dafür wird das derzeitige Beichtzimmer zu einem zeitgemäßen Raum der Begegnung umgebaut. Dieser kann für Beichte und Aussprache genutzt werden – aber eben nicht nur.


6000 Beichten im Jahr

„Wer beichtet, möchte eine einladende Atmosphäre, in der er sich wohlfühlt“, so Br. Karl-Martin. Bis zu 6000 Beichten im Jahr zählten die Wiener Kapuziner zuletzt. Seit jeher sind Kapuziner dafür bekannt, dass sie nahe bei den Menschen sind. Viele bekannte Beichtväter stammen aus ihren Reihen. Papst Franziskus hat im Jahr der Barmherzigkeit daher besonders Kapuziner angesprochen. Am 9. Februar feierte er deshalb in Rom eigens eine Messe mit 1200 Kapuzinerbrüdern aus aller Welt, darunter 9 aus der Kapuzinerprovinz Österreich-Südtirol.

Den ganzen Kirchenraum im Blick

Die Nähe zu den Menschen drückt sich in Präsenz aus – und auch im Baustil der Kirche. „Kapuzinerkirchen sind bescheidene Kirchen. Das soll nach der Sanierung noch deutlicher sein.“ Meint Guardian Br. Thomas. „Es ist ein Gesamtprojekt und die Sanierung ist längst notwendig.“ Was alles saniert wird? Der Hausobere schmunzelt: „Fußboden, Heizung, Elektrizität, Dach, Wände ... also eigentlich alles...“ Begonnen wird mit Fassade und Dach, wo die Sanierung besonders dringend notwendig ist. Danach geht es voraussichtlich im Frühsommer bereits an die Neuerung des Beichtzimmers.


Umbau bei laufendem Betrieb

„Es ist uns wichtig, auch während des Umbaus als Seelsorger zur Verfügung zu stehen!“ betont Br. Thomas. Deshalb bleiben alle Gottesdienste und seelsorglichen Angebote während der Bauzeit wie gewohnt bestehen. Zeitweilige räumliche Änderungen sind möglich und werden in Kirche entsprechend angeschlagen. Die Messe um 7:00h morgens wird in den Gebetschor im Kloster verlegt.

Mehr Informationen: www.kapuziner.at
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.