14.07.2016, 14:08 Uhr

Tausende Jugendliche machen in Wien Station

Wien: Stephansplatz | 300 Spanier in einer Sporthalle – für die Perchtoldsdorfer dürfte das in den nächsten Wochen zu einem alltäglichen Bild werden. Man darf kuriose Szenen erwarten: rund 1.500 Franzosen planen mit ihrem Bischof aus Versailles ein Picknick auf der Donauinsel.

Der Weltjugendtag mit Papst Franziskus wird sich auch in Wien bemerkbar machen: über 10.000 Jugendliche aus aller Welt machen auf ihrem Weg nach Krakau Station in Wien. Zahlreiche Pfarren stellen mehr als 5.000 Quartierplätze zur Verfügung – für Kaplan Thomas Marosch nur eine „Grundpflicht als Christ“.

Zwischen dem 11. Juli und 11. August darf man sich auf farbenfrohe Bilder und Klänge einstellen: Die jungen Gäste stammen aus allen Ecken der Welt. Australien, Chile, Ecuador, Peru, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Italien, Liechtenstein, Portugal, Slowakei, Schweiz, USA, Kanada, Mexiko, Taiwan – jeder Kontinent ist vertreten. Offiziell haben sich bis jetzt 10.400 Pilger aus 16 Ländern registriert, zählt man nur die Ankünfte, da manche Gruppen auch vor und nach dem Weltjugendtag nach Wien kommen, rechnet man mit bis zu 10.536 Menschen. Spanien und Frankreich sollen am stärksten vertreten sein. Unter den Pilgern werden vermutlich bis zu 25 Bischöfe sein, angesagt sind bisher der italienische Erzbischof von Modena, Erio Castellucci sowie Eric Aumonier, französischer Bischof von Versailles. Rund zwanzig der mitreisenden Bischöfe sind spanischer Nation.

Für diesen Menschenstrom öffnen rund 40 Pfarren bereitwillig Pfarrhöfe, Kirchen, Gemeindezentren oder auch Schulen. Betten gibt es nur für die mitreisenden Bischöfe, für die Pilger sind die Unterkünfte einfach: Ein Schlafplatz, Wasch- und Duschmöglichkeiten sowie Toiletten. In der Dompfarre Wiener Neustadt werden mehr als 400 spanische Pilger unterbracht, jeder einzelne hat dort in den Räumen der Propstei, der Erlöserkirche und einer nahegelegenen Volksschule rund zwei Quadratmeter zur Verfügung. Kaplan Thomas Marosch fügt hinzu, dass jedoch zusätzlich noch nach Gastfamilien gesucht wird, um den Pilgern eine „intensivere Form der Begegnung zu ermöglichen“.

Die Gruppen gestalten den Aufenthalt in Wien größtenteils selbst. Am 19. Juli um 19 Uhr wird es für alle internationalen Pilger eine Messe mit Kardinal Schönborn geben.
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