Die ÖH fordert eine umfangreichere Kinderbetreuung an der Universität Innsbruck.
Geschätzte 15 Prozent der Studierenden sind bereits Eltern. Für die Kinderbetreuung bietet die Leopold-Franzens-Universität das Kinderbüro mit den SpielRäumen mit sieben bis acht Plätzen. Dort können Eltern ihre Kinder stundenweise abgeben. Zudem gibt es die Kinderkrippe Luftabon für Ein- bis Dreijährige mit zwölf bis 15 Betreuungsplätzen. Außerdem können Uni-MitarbeiterInnen zehn Kinder im städtischen Kindergarten Müllerstraße unterbringen.Zu wenig Angebot
Ein Angebot, das in den Augen des ÖH-Chefs, Benjamin Rohrer, nicht ausreicht. "Die SpielRäume sind in einer Baracke untergebracht und die Betreuungszeiten sind zu kurz. In den Abendstunden fehlt das Angebot komplett und nur mit Unterstützung der ÖH kann die Kinderbetreuung jetzt bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr angeboten werden", so Rohrer.
Platz in der alten Chemie
Dem Vizerektor für Personal Wolfgang Meixner ist das Größenproblem der SpielRäume bekannt. Die Kinderbetreuung sei sehr ausgelastet, könne aber im derzeitigen Gebäude nicht erweitert werden. "Es gibt Bestrebungen, die Kinderbetreuung in das alte Chemiegebäudes zu integrieren, allerdings dauert es bestimmt noch einige Jahre, bis das Gebäude in Angriff genommen wird", macht Meixner klar. Man habe dieses Thema aber sehr wohl immer im Auge. "Wir haben z. B. am Campus Technik eine Kinderbetreuung im Sommer versuchsweise geöffnet, dafür gab es jedoch fast kein Interesse", so Meixner. Eine Betreuung während des Semesters am Campus Technik werde zwar nachgefragt, sei mit den derzeitigen administrativen Ressourcen jedoch nicht umsetzbar. Für die Abendstunden gäbe es laut Kinderbüro kaum Nachfragen. Die Uni Innsbruck wendet ca. 150.000 Euro für die Kinderbetreuung auf, die ÖH rund 28.000 Euro im Jahr.
Babysitter-Börse
Im Herbst soll auch eine Babysitter-Börse online gehen. Studierende, die einen Babysitterkurs absolviert haben, können dort ihre Dienste anbieten. Außerdem will die ÖH eine Vollerhebung der studierenden Eltern initiieren.









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