23.05.2016, 14:09 Uhr

Neue Therapie nach Herzinfarkt präsentiert

Tiroler Weg mit viel Innovation: V. li. mit dem neu entwickelten, kleinsten Stoßwellenschallkopf der Welt Helga Fritsch, Gesundheits- und Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg, Harald Oberrauch, Johannes Holfeld, Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf und Michael Grimm. (Foto: Land Tirol/Steiner)

Das Land Tirol unterstützt die Entwicklung einer bahnbrechenden Therapiehilfe nach Herzinfarkten.

TIROL. Am 23.05 wurde eine neue medizinische Erfindung für die Therapie nach einem Herzinfarkt präsentiert. Das Land Tirol unterstützt dieses Projekt von Anfang an.

Vermeidung der Nebenwirkungen bei der Herz-Bypass-Operation

Herzinfarkt gehört zu den häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den westlichen Industriestaaten. Verantwortlich für 40 Prozent aller Todesfälle sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach einem Herzinfarkt wird mit der Herz-Bypass-Operation der Blutfluss zum Herzen wieder hergestellt.

Die Herz-Bypass-Operation findet bei offenem Brustkorb direkt am Herzen statt. Dadurch kommt es immer wieder zu Komplikationen wie Blutungen und vor allem Herzrhythmusstörungen während der Operation.
Hier setzt das neue Therapieverfahren an. Das Tiroler Forscherteam hat die Stoßwellentherapie stark verbessert und verfeinert. Der kleinste Stoßwellenschallkopf der Welt wird während der Operation direkt am Herzen zum Einsatz gebracht. Dadurch kommt es zu einer deutlichen Verbesserung der Herzpumpleistung.

Europaweite Studie

Nach langen Grundsatzstudien wurde dieser Stoßwellenschallkopf bereits am Menschen zum Einsatz gebracht. Dadurch konnte bereits die Sicherheit dieser Therapieform bewiesen werden. Nun soll dieser Stoßwellenschallkopf auch an bekannten Herzzentren in ganz Europa getestet werden. Bei dieser großangelegten Studie beteiligen sich mehrere hundert PatientInnen.

Zum Projekt HeaRT

Beim Projekt HeaRT - Heart Regeneration Technologies - zur Entwicklung des Stoßwellenschallkopfs arbeiten Ärzte der Universitätsklinik für Herzchirurgie in Innsbruck und das Industrieunternehmen Nonvasiv Medical GmBH zusammen. Das Land Tirol unterstützt dieses Projekt von Anfang an. "Denn mit der Wirtschaftsförderung geht es uns hauptsächlich darum, bei der Umsetzung von Know How aus unserem Wissenschaftsstandort als Drehscheibe hin zur Wirtschaft zu fungieren“, erklärt Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. Weitere Unterstützung erhält HeaRT von Harald Oberrauch, Inhaber der Firmen Durst und Alupress. Dieser stellt eine substantielle Summe zur Verfügung.

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