12.06.2016, 14:30 Uhr

UV-Strahlen und ihre Risiken – Hautkrebs vorbeugen

Referent Matthias Schmuth mit Moderator Dieter zur Nedden

Zum Sommerbeginn informiert Mini Med über die Risiken von Sonneneinstrahlung

INNSBRUCK: Vergangenen Dienstag widmete sich Minimed dem Thema „Die Sonne und ihre Einwirkung auf die Haut“. Einleitend klärte Moderator Dieter zur Nedden auf, dass die Sonne sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben kann. Einerseits ist die Sonne maßgeblich an der Produktion von Vitamin D beteiligt, andererseits können UV-Strahlen große Schäden auf der Haut anrichten.

Matthias Schmuth ist Direktor der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie. Laut Schmuth lassen sich zwei Arten von UV-Schäden unterscheiden, zum einen akute Schäden, wie Sonnenbrand, zum anderen chronische, wie Hautkrebs. Es gibt verschiedene Arten von Hautkrebs, darunter Basaliome, Plattenepithelkarzinome und das Melanom (schwarzer Hautkrebs), wobei das Melanom am aggressivsten und im fortgeschrittenen Stadium besonders schwer behandelbar ist. Daher gilt es sich vor starker Sonneneinstrahlung zu schützen und rechtzeitig zum Arzt zu gehen. Denn bei frühzeitiger Erkennung, kann man Hautkrebs heilen.

Zur Sache

Die Forschung macht enorme Fortschritte bei der Behandlung von Melanomen. Frühe Melanome können mittlerweile geheilt werden. Im fortgeschrittenen Stadium ist eine Heilung heute noch nicht möglich. Zu den neueren Behandlungsmöglichkeiten von frühzeitig erkannten Basaliomen oder Plattenepithelkarzinomen gehört die Photodynamische Therapie. Behandelt wird dabei mithilfe einer Kombination aus einer photosensibilisierenden Creme und Rotlicht. So werden Hautkrebszellen gezielt abgetötet. Doch auch diese Therapie funktioniert nur, wenn man den Krebs früh genug erkennt. Sobald der Hautkrebs fortgeschritten ist, funktioniert sie nicht mehr. Daher betont Matthias Schmuth, dass der Schutz vor UV- Strahlen, beispielsweise durch Kleidung und Meidung der Mittagssonne, das A und O in der Prävention von Hautkrebs ist, bei dem das UV-Licht eine tragende Rolle einnimmt. Ausserdem lohnt sich die regelmäßige Hautuntersuchung beim Arzt gemäß dem sehr erfolgreichen Vorbeugungsprogramm “Sonne ohne Reue”.
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