31.05.2016, 12:01 Uhr

Welt-Nichtrauchertag 2016: Wie schaffen es die Mormonen, dass Hunderttausende pro Jahr das Rauchen lassen

Kinder sind uns ein Vorbild an körperlicher und geistiger Reinheit. (Foto: HLT)
Innsbruck: Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) | Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) ist eine der schnellst wachsenden Religionen weltweit. Sie wächst im Schnitt alle drei Jahre um eine Million Menschen. Menschen, die ihren Lebensstil oft drastisch ändern. Wenn sie z. B. geraucht haben, geben sie das Rauchen auf. Natürlich tun sich manche Menschen sehr schwer, das Rauchen zu lassen. Doch fast jeder Raucher will im Grunde genommen auf seinen Körper hören und sein Suchtverhalten aufgeben. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist eine der wenigen Organisationen der Welt, die Freunden und Mitgliedern erfolgreich hilft, ihr Suchtverhalten zu überwinden.

Die Kirche lehrt, dass jede Form von Sucht nicht nur ein körperliches sondern im speziellen ein seelisches Problem darstellt. Es gibt grundlegende Schritte, die zum seelischen Heilungsprozess gehören, egal um welche Sucht es sich dabei handelt:

• Das Problem erkennen und es sich eingestehen. Dazu muss man sich selbst gründlich und ehrlich prüfen.
• Zugeben, dass das Verhalten schädlich ist. Es schadet auch anderen und muss geändert werden.
• Demütig und traurig sein. Wenn es einem nicht Leid tut, wird er/sie es kaum schaffen.
• Diejenigen um Vergebung bitten, denen man geschadet hat, und lernen, sich selbst zu vergeben.
• Mit dem Suchtverhalten aufhören und stattdessen etwas für die Gesundheit tun.
• Treu bleiben: Das Taufbündnis halten, anderen dienen, um Hilfe vom Heiligen Geist bitten und den Wunsch an den Tag legen, Gottes Gebote zu halten.
• Sich bewusst werden, dass der Herr seine Kinder immer liebt – auch dann, wenn sie Fehler machen und in alte Verhaltensweisen zurückfallen. Umkehr und der Weg zur Genesung stehen uns immer offen.

Dabei braucht es nicht nur innere Erkenntnis und Umkehrwillen sondern auch einen persönlichen Plan, das Ziel zu erreichen:

• So soll der Betreffende aufschreiben, wann, wo und bei wem er dieses Verhalten an den Tag legt, und die Liste mit seinem Ehepartner, dem Bischof (Pfarrer), einem Missionar oder einem guten Freund durchgehen. Er soll mit diesem Menschen besprechen, was er tun kann, um den genannten Punkten aus dem Weg zu gehen oder sie zu ändern.
• Er soll aufschreiben, was ihm durch sein Verhalten jetzt entgeht und was ihm, falls er nichts daran ändert, in Zukunft entgehen wird.
• Er soll aufschreiben, was er tun kann, um mit dem Verhalten aufzuhören oder ihm aus dem Weg zu gehen. Dazu kann gehören, dass er das Gespräch mit dem Ehepartner sucht, seinen Bischof (Pfarrer) oder einen guten Freund anruft, Sport treibt oder sonst etwas tut, wodurch er der Versuchung aus dem Weg geht.
• Regelmäßiges Gebet, in den Schriften zu lesen, erbauliche Musik zu hören und gute Bücher zu lesen.
• Hilfreich kann es auch sein, sich einen Priestertumssegen geben zu lassen.
• Er soll sich, wenn notwendig, einer Selbsthilfegruppe anschließen oder sich um professionelle Hilfe bemühen.
• Andere sollen ihm Mut machen, nie aufzugeben! Der Herr hilft ihm, auch wenn es manchmal nicht so schnell geht.

Wie man an den Zahlen erkennt, ist die Erfolgsrate, dass Menschen sich von ihrer Sucht lösen, bei den Mormonen sehr hoch. Millionen von Menschen haben bisher davon profitiert und an Lebensfreude und Lebensqualität dazugewonnen.

Egal um welche Sucht es sich handelt, sie kann überwunden werden:
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